78:55-Sieg ebnet Weg zurück in die Erstklassigkeit – RASTA Vechta triumphiert nach Defensivschlacht gegen Rockets Gotha

78:55-Sieg ebnet Weg zurück in die Erstklassigkeit – RASTA Vechta triumphiert nach Defensivschlacht gegen Rockets Gotha

Vechta (nh/tf) – Zwei Jahre Abstinenz mehr werden es nicht. Ein glattes 3:0 im Halbfinale gegen die Oettinger Rockets Gotha machen für ProA-Spitzenreiter RASTA Vechta den Weg frei ins Finale am 5. und 8. Mai gegen Science City Jena. Am vergangenen Montag herrschte im RASTA-Dome allgemeine Glückseligkeit über die Rückkehr ins Oberhaus des deutschen Basketballs, wie auch immer es in der kommenden Saison heißen wird, denn Beko zieht sein Sponsoring zurück.

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Die doppelte Portion “Spielmacher” – HighFive zwischen den beiden Pointguards von Rasta Vechta, Devin Gibson (l.) und Carlos Medlock, auf die gelungene Rückkehr in die Basketballbundesliga.

Nach 9:10-Rückstand setzte der Gastgeber zum höchsten Run (12:10) des Spiels an und beförderte sich zur ersten Viertelpause mit 21:12 in Front. An beiden Brettern „brannte“ es. 15 Fouls wurden jetzt schon verhängt, jeder Ballbesitz war heiß umkämpft und die Gäste dachten gar nicht daran aufzugeben.Auch in den beiden folgenden Vierteln konnte RASTA nicht mehr als jeweils vier Punkte plus herausholen, führte vor dem Schlussviertel mit 51:34. Hitzig war`s, umkämpft blieb`s und von „Absetzen“ konnte selbst jetzt noch nicht die Rede. In den finalen zehn Minuten avancierte Rastas Matchwinner aus Gotha neuerlich zum Topscorer der Partie. Devin Gibson gelangen 12 Zähler im Schlussviertel, eine bärenstarke Vorstellung des Vechtaer Guards. Rockets-Coach Chris Ensminger musste nach permanenter Intervention und zwei technischen Fouls zweieinhalb Minuten vor Abpfiff die Halle verlassen, die Gothaer Lawson und Rasis sowie der Vechtaer Lawson fouled out. In punkto Aggressivität und Einsatz wurden alle Register gezogen. In punkto Trefferquote leider nicht: die Feldwurfquote beider Teams war schlecht (38%-37%), Vechtas Standhardinger schaffte das Kunststück 11 von 18 Freiwürfen nicht zu verwerten, Gothas Leader Guyton kam nur auf 3 von 11 aus dem Feld. Kampf war Trumph: 53 Fouls zeugen von harten, teils überharten Auseinandersetzungen. RASTA gewann das Rebound-Duell mit 50:30 und sicherte sich 21 Offensive Abpraller, ein ziemlich entscheidender Faktor für den dritten Halbfinalsieg gegen die Rockets.

Schon vor der Schlusssirene ertönten die Fangesänge „Nie mehr 2. Liga“ und „Bundesliga, Bundesliga, hey, hey“. Nach dem Abpfiff folgten kleine Choreos aus dem bestens vorbereiteten orangen Fanblock, es setzte die obligatorische Bierdusche für die Coaches Wagner und Calles und es folgte eine triumphale Ehrenrunde und eine Humba, angestimmt von Kapitän Derrick Allen. Vereinsvorstand und Hauptsponsor Stefan Niemeyer bedankte sich am Mikro für die tolle Unterstützung über die gesamte Saison und lud alle Rasta Fans zu Freibier ein. Das Angebot wurde dankend angenommen, die Feierlichkeiten im RASTA-Wohnzimmer zogen sich bis in die frühen Morgenstunden.

Bereits in der Pressekonferenz betonte Andreas Wagner, dass die Mission noch nicht erfüllt sei. Das Finale zunächst in Jena (5. Mai, 17 Uhr) und abschließend in Vechta (8. Mai, 15 Uhr) gehört auf die Agenda der nächsten Tage und soll unbedingt gewonnen werden. Jena, Kopf-an- Kopf Konkurrent der Hauptrunde, hatte sich in seinem Halbfinale ebenfalls glatt mit 3:0 gegen die Gladiators Trier behauptet. Zuletzt gewann Jena daheim mit 73:64 und hatte, wie Vechta, in Spiel 2 auf gegnerischem Terrain ein enges aber erfolgreiches Spiel bestritten. Da auch die Jungs von Science City nicht die Silbermedaille anstreben, können sich die Fanlager auf einen echten Showdown mit Beteiligung beider Spitzenteams der aktuellen ProA-Saison freuen.



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