Löwen können Tübingens Dreierschützen nicht stoppen

Löwen können Tübingens Dreierschützen nicht stoppen

Braunschweig (pm/blb) – Es war nichts mit dem ersten Heimsieg in dem vor allem so wichtigen Spiel gegen die WALTER Tigers Tübingen. Die Gäste waren als Tabellensechszehnter angereist und hatten bis zu diesem Spiel genauso wie die Löwen nur einen Sieg einfahren können. Aber sie traten selbstbewusst und mit einer extrem starken Trefferquote gegen die Löwen an, die zu keinem Zeitpunkt ein Mittel dagegen fanden. Zwar konnten die Braunschweiger die ersten zehn Spielminuten noch ausgeglichen gestalten (19:19), doch mussten sie ab dem zweiten Viertel zunehmend mehr abreißen lassen. Die Tigers liefen aus der Distanz heiß und die Löwen konnten sie nicht stoppen. So war es dann vor allem auch die 67-prozentige Dreierquote der Tigers, die mit dafür verantwortlich war, dass die Löwen am Samstag, 22. Oktober, mit 70:98 (34:46) vor 1.912 Zuschauern in der Volkswagen Halle gegen die Tübinger verloren hatten. Da half es auch nicht, dass das Frank Menz-Team sich 17 Freiwürfe mehr als der Gegner erarbeitet hatte. Bester Löwen-Punktesammler wurde Carlos Medlock mit 13 Zählern, bei den Tigers traf Garlon Green mit 17 Punkten am Besten.

Die Löwen brauchten zwei Angriffe, bis sie in der Partie angekommen waren und das 4:4 erzielt hatten. Allerdings waren die Tigers von Beginn an in einem besseren Rhythmus. Sie legten immer vor und zwangen das Menz-Team, dran zu bleiben. Dabei taten den Löwen vor allem die Dreier der Gäste weh, die bei hoher Quote durch die Reuse rauschten: Nach fünf Minuten hatten sie bereits drei verwandelt. Und als sich die Löwen dann noch zwei Dunkings des Gegners gefangen hatten, rief Frank Menz sein Team beim Stand von 12:19 zur Auszeit (7. Minute). Die zeigte Wirkung! Defensiv waren die Löwen jetzt viel bissiger und offensiv attackierten sie mehrfach erfolgreich den Korb. Ihnen gelang ein 7:0-Lauf und damit war das Spiel nach zehn gespielten Minuten wieder vollkommen offen.

Mit 19:19 ging es in das zweite Viertel. Hier konnten sich die Löwen nach zwei erfolgreichen Angriffen von Thomas Klepeisz und dem gut aufgelegten Carlton Guyton zunächst etwas auf 23:19 absetzen. Aber die Tigers blieben dran und fanden wieder ihre Treffsicherheit aus der Distanz. Binnen drei Minuten hatten sie drei Dreier versenkt, während den Löwen in dieser Phase Ballverluste unterliefen und ihre Würfe nicht fielen. Das Menz-Team war dadurch prompt mit 27:35 ins Hintertreffen geraten, arbeitete sich aber wieder bis auf 32:35 heran (18. Minute). Das große Problem blieb aber, dass es die Dreierschützen der Gäste nicht in den Griff bekam. Die trafen ihre oft zu offenen Dreipunktewürfe im Gegensatz zu den Löwen traumwandlerisch sicher (73 Prozent) und das war mit ausschlaggebend dafür, dass Nicolai Simon & Co. mit einem Rückstand von 34:46 in die Pause gingen.

Zwar waren die Löwen zu Beginn des dritten Viertels auch zwei Mal aus der Distanz erfolgreich und schienen etwas von ihrem Rückstand abknabbern zu können. Doch hatten die Tigers zum wiederholten Mal die passende Antwort aus der Distanz parat, und so stand es 42:56 nach 23 Spielminuten. Aufzugeben war aber keine Option für die Löwen, die sich zwischenzeitlich – auch Dank einer verbesserten Dreierquote – bis auf neun Zähler herangekämpft hatten (50:59). Sie forcierten in dieser Phase auch einige Tübinger Ballverluste und hätten mehrfach die Chance gehabt, noch näher heranzukommen. Aber sie vergaben Korbleger, offene Dreier und die Tigers rächten das. Von wo? Natürlich von der Dreierlinie. Zwei weitere erfolgreiche Tübinger Distanzwürfe später stand es 50:67.

Mit 53:69 ging es in das letzte Viertel und die Entwicklung des Spiels schien den Löwen den Zahn gezogen haben. In den ersten vier Minuten dieses Spielabschnitts erzielte das Menz-Team nur einen Punkt, während die Tigers ihren Vorsprung beständig ausbauten. Bei den Löwen fiel nun kaum ein Wurf mehr durch die Reuse. Nach dem 56:75 durch Geoffrey Groselle war Luis Figge in der 37. Minute per Korbleger erfolgreich. Das waren die ersten Zähler, die die Löwen in diesem Viertel aus dem Feld erzielt hatten, alle weiteren waren ihnen von der Freiwurflinie gelungen. Die Tübinger hingegen trafen weiterhin nach Belieben und hielten ihre Quote konstant hoch. Sie zogen bis auf 30 Punkte davon, das Spiel endete aber mit 70:98.

Die Viertel im Überblick: 19:19, 15:27, 19:23, 17:29.

Trainerstimmen zum Spiel:

Frank Menz (Basketball Löwen Braunschweig): Wir hatten uns für heute viel vorgenommen und wollten den Ball viel unter den Korb bringen. Das ist uns auch recht gut gelungen. Was uns hingegen nicht gelungen ist, war die starken Werfer der Tübinger zu stoppen. Wir haben uns dann mehr auf die Verteidigung der Schützen konzentriert und dadurch dem Gegner mehr Platz unter dem Korb gegeben, wo es dann ebenfalls schwierig für uns wurde. Tübingen hatte auch einen Spielmacher, der die Begegnung immer unter Kontrolle und keinen Ballverlust hatte. Sie waren einfach besser als wir, weshalb wir eine deutliche Niederlage kassiert haben. Aber unsere Reise geht weiter und die Saison ist noch lang.

Tyron McCoy (WALTER Tigers Tübingen): Wir sind heute so in das Spiel gestartet, wie wir es uns vorgenommen hatten. Zwar war es nicht der erwartet einfache Start, weil Braunschweig gerade zu Beginn immer gut spielt. Aber wir haben das gut bewältigt und natürlich großartig geschossen und getroffen. Mein Team hat unter der Woche schon im Training so stark geworfen, wie ich es zuvor noch nicht gesehen habe und das hat sich heute fortgesetzt. Insgesamt haben wir aber offensiv wie defensiv viele Dinge richtig gemacht und ich kann sehr zufrieden mit dem Spiel sein.

Basketball Löwen Braunschweig: Ebert n.e., Figge 3, Medlock 13 (4 Assists), Theis 2, Klepeisz 4, Schwartz 5, Pierre 5 (4 Rebounds), Guyton 11, Simon 9, Freese 9, Groselle 9 (11 Rebounds), Lagerpusch.

WALTER Tigers Tübingen: Myles 2, Green 17, Washburn 7, Hiller n.e., Deschner, Jordan 15 (8 Assists), Munoz 7, Kolo 10, McGhee 10 (8 Rebounds), Marin 6, Stewart 13 (6 Assists), Philmore 11 (6 Rebounds).



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