ProA-Rekord bei Rastas 94:57-Kantersieg im Halbfinale gegen Gotha – Ersatzgeschwächte Gäste chancenlos beim Ligaprimus

ProA-Rekord bei Rastas 94:57-Kantersieg im Halbfinale gegen Gotha – Ersatzgeschwächte Gäste chancenlos beim Ligaprimus

Vechta (tf) – Illustre BBL-Kaliber wie München oder Würzburg hatten mit 22 Erfolgen am Stück vorgelegt, RASTA Vechta nun am Donnerstag im ersten Halbfinale um die ProA-Meisterschaft gegen die Oettinger Rockets Gotha noch eins draufgesetzt. Lautstark wurde im RASTA-Dome nach dem Abpfiff der 23. Sieg in Serie gefeiert. Start-Ziel-Sieg, erster Sieg in der Vorschlussrunde und Favoritenrolle erfüllt.

Bereits vor Spielbeginn ließ ein Blick auf den angereisten Gästekader ein klares Resultat vermuten. Ohne ihre mit Abstand besten Dreierschützen Jordan Riewer und Carlton Guyton waren die Rockets einer ihrer schärfsten Waffen beraubt und im Spielverlauf aus der Weitdistanz auch weitestgehend abgemeldet. Mit Guyton fehlte zudem das Hirn und der beste Punktelieferant des Gothaer Spiels. Außer Rudi Völler`s Sohn Marco (13 Punkte) und Joseph Lawson (10) scorte kein Gästespieler zweistellig.

Coach Ensminger hatwarech-gothate auf der Vereinshomepage im Vorbericht vom „Start der Mission Zugabe“ gesprochen. Man müsse „über sein Limit gehen, um gegen die beste Mannschaft der Liga bestehen zu können“, konstatierte der Ex BBL-Profi auf der Trainerbank. Davon waren die Gothaer Spieler im ersten Halbfinale weit entfernt. RASTA`s Profis führten vom Jump an und gewannen das Startviertel mit 24:14. Christian Standhardinger hat auf Vechtaer Seite beim 8:3 nach vier Minuten zunächst allein gescort, ein Dreier von Warech und ein Steal plus Layup in der Schlusssekunde durch Gibson stellten die zweistellige Führung sicher. Das zweite Viertel begann RASTA hellwach mit einem 7:0-Lauf nach 100 Sekunden.

Genauso konzentriert beendete es der Favorit mit zwei erfolgreichen Freiwürfen nach unsportlichem Foul an Standhardinger und einem sauber herausgespielten Griffin-Dreier mit der Pausensirene. Das 53:31 zur Halbzeit ließ nur eine Frage offen: Wie deutlich wird der RASTA-Sieg ausfallen? Nach der Pause spielte RASTA fahrig, unaufmerksam und wenig teamorientiert. Die Folge war ein 15:17 im dritten Viertel, eine verdiente Abreibung für die zu eigennützige und ineffektive Spielweise der Wagner-Schützlinge.

Vechta ließ Gotha durch eigene Fehler herankommen, startete aber mit sechs schnellen Punkten von Jeremy Dunbar in das Schlussviertel, gefolgt von fünf Medlock-Zählern, und dominierte die letzten zehn Minuten mit 26:9. Den Rockets gelang kaum noch etwas und selbst RASTA`s Dauerreservist Obiango konnte am Ende noch per Freiwurf punkten.

Die höchste Vechtaer Führung (94:54) gab`s am Ende, ein Umstand der jeden Coach freut. Für RASTA scorten mit Dunbar (15 Punkte), Medlock, Standhardinger, Warech (je 14), Mackeldanz (13) und Griffin (10) sechs Vechtaer zweistellig, gar acht Akteure erarbeiteten eine zweistellige Effizienz, die Summe aller Stats. Bei der Teameffizienz stand es am Ende 139:45 für die haushoch überlegenen Gastgeber, der trotz holpriger Phasen die Rockets-Spieler klar im Griff hatte. 30 Assists auf Vechtaer Seite sprechen bei 11 für Gotha eine klare Sprache zum Thema Teamplay. Trotzdem wurde man im Spielverlauf den Eindruck nicht los, dass eine konsequentere Orientierung auf das mannschaftliche Zusammenspiel einen noch deutlicheren Sieg zur Folge gehabt hätte. In den Phasen des forcierten „Eins-gegen-Eins“ sahen die Rastaner nicht gut aus und büßten ihren Vorsprung ein.

Am Samstag (19 Uhr) in Gotha bietet RASTA-TV einen neuerlichen Livestream über sportdeutschland.tv an. Wird Vechta in der „Blauen Hölle“ auch das fünfte Playoff-Spiel in Folge gewinnen? Werden Riewer und Guyton dann wieder für Gotha auf dem Parkett stehen? Fragen, die am Wochenende beantwortet werden.


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