Rasta verliert – Oldenburg trennt sich von Machwoski

Rasta verliert – Oldenburg trennt sich von Machwoski

Vechta/Oldenburg (hs) – Am vergangenen Wochenende spielten sowohl die Rastas aus Vechta als auch die Baskets aus Oldenburg. Während Vechta versuchte ein Wunder einzuleiten, erlebten die Baskets gegen den TBB Trier einen Alptraum.

Kein Wunder in Vechta 

Nachdem wir von Nordscience city jenaHoops vor dem Spiel an die Erfolgsgeschichte Vechtas glaubten, mussten wir mit Beginn des vierten Viertels gegen Jena alle Hoffnungen verwerfen. In den ersten 30 Minuten zeigten beide Mannschaften eine nervöse Vorstellung. Zwar zeigte Rasta eine relativ gute Vorstellung gegen die drittbeste Offensive der Liga, doch einen wirklichen Nutzen konnten sie nicht daraus ziehen.

Nach 30 Minuten stand es 51:46 – die Spannung des Domes war bis in die kleinste Ecke zu spüren. Nur noch 10 Minuten und der Sieg ist da – wie sah es beim Tabellen-8. in Hamburg nach drei Vierteln aus? Die Towers führten ebenfalls. 54:47 stand es zugunsten der Towers. Ein totaler Einbruch im letzten Viertel bedeutete letzten Endes, dass Vechta ein weiteres Jahr auf die Basketballbundesliga hinarbeiten kann. Der Gast aus Jena gewann das vierte Viertel mit 23:9 und die Partie mit 69.60

Wenn wir ganz ehrlich sind, käme der direkte Wiederaufstieg nach so einer Saison sowieso zu früh. Es gibt einfach noch zu viele Baustellen. Während der Saison wechselte der Manager – Alexander Müller zog es in die zweite Handball-Bundesliga. Pat Elzie hatte seine bereits niedergelegte Arbeit als Coach nach dem Rauswurf von Stephen Arigbabu wieder aufgenommen – doch welcher Trainer wird zur neuen Saison langfristig übernehmen und vorgestellt? Welche deutschen Spieler verlassen das Team? Kevin Smit hatte die Saison über eine solide Leistung mit wenig Ausrutschern gezeigt – Derek Steven Wright blieb im Gesamten deutlich unter den Erwartungen. Verlässt der Amerikaner die Rastas? Was ist mit Vincent Bailey? Der Jungspund zeigte immer wieder gute Ansätze und absolvierte sehr starke Spiele zu Beginn und in der Mitte der Saison. Das ist nur ein Teil der Fragen, die sich nun in Köpfen der Rastas bewegen.

Stay strong Rastas!

Oldenburg wird in eigener Halle abgefertigt und entlässt Coach Machowski

Es sollte sich alles ändern – doch alles blieb beim Alten. Im Spiel zwischen den Baskets und den Insolvenz-angemeldeten Trierern blieben die Lücken in der Defensive und innerhalb des Teams zu groß (60:80). Dass selbst ein Verein auf dem 16.-Tabellenplatz nicht mehr geschlagen werden kann, der zudem Insolvenz angemeldet und beschäftigte Köpfe hat, bereitete auch den Verantwortlichen in der Führungsetage der Baskets weitere Kopfschmerzen.

Die Freistellung von Coach Machowski soll das Aspirin sein – ob Mladen Drijencic (bisher nur ProB-Coach) der richtige Mann/die richtige Entscheidung ist – diese Frage möchten wir unbeantwortet lassen.

Eins ist allerdings zu sagen. Coach Machowski führte die Oldenburger in seiner ersten Saison (’12/’13) bis ins Meisterschaftsfinale. Gegen Bamberg und den heutigen Nationaltrainer Chris Fleming hatte er damals mit seinem Team die Vizemeisterschaft feiern können. In der letzten Saison war im Halbfinale gegen Basketball-Gigant Bayern München Schluss. Die Münchener wurden später Meister.

Nun, nach der Niederlage gegen Trier, die zweifelsohne die Peinlichste der Saison war (Triers höchster Sieg), wurde Machowski von seinen Aufgaben freigestellt. Doch Oldenburg befindet sich auf dem 6.-EWE Baskets OldenburgTabellenplatz. Ziel der Oldenburger war es, das große “O” hinter den drei großen “B”s zu sein. Anstatt noch mehr als Team und Organisation zusammenzuschweißen, wird nun ein Trainer das Ruder übernehmen, der seine Erfahrung hauptsächlich im Jugendbereich gesammelt hat.

In der heißesten Phase einer Organisation einen Jugend/ProB-Coach einstellen? Der keine Erfahrung auf Liga-Niveau hat? Der die Ziele erreichen soll, die Machowski (trotz eines 6.-Tabellenplatzes) nicht bewahren konnte? Also ich weiß ja nicht.. Zudem weiß ich mit einer Aussage der Oldenburger genauso wenig anzufangen: „Als erfahrener Trainer hatte er die Basketball-Bundesliga stets im Blick. Als Coach unseres ProB-Teams hat er zudem immer wieder bewiesen, dass er junge, talentierte Spieler zu Höchstleistungen führen kann“ – Als erfahrener Trainer? Welche Erfahrung? Er hat bislang nur Kinder gecoached! Für mich klingt das alles zu sehr aus der Luft gegriffen.

Die beiden einzigen Pro-Argumente sind, dass er bei Frank Menz assistieren konnte und letztes Jahr mit der ProB deutscher Meister wurde.

Für mich sieht das Ganze nach einer ganz großen Ahnungslosigkeit in der Führungsetage (Hermann Schüller) aus. Die Entscheidung erinnert mich an die des HSVs aus der Fußball-Bundesliga. Da packt sich doch auch jeder an’ Kopp und fragt sich, was da abgeht. Oldenburg war mit den jüngsten Ergebnissen unzufrieden und hat den Coach entlassen. Da sich auf die Schnelle niemand findet, liegt es nahe, den Coach der ProB-Mannschaft zu befördern – für mich ergeben sich da folgende Szenarien: Oldenburg hat sich zu spät/gar nicht nach einem erfahrenen Trainer umgeschaut – Oldenburg denkt kurz- und nicht langfristig – oder aber, es wollte kein Trainer zu den Baskets. Und nun Hand auf’s Herz. Welcher Trainer würde nicht nach Oldenburg gehen?

Ich bin sehr gespannt, ob der in puncto Bundesliga unerfahrene Coach das leisten kann, was Sebastian Machowski in den Augen der Verantwortlichen nicht leisten konnte. Meiner Meinung nach ist die Entscheidung ein riesiger Schritt in die völlig falsche Richtung. Mir sieht das einfach schon wieder zu sehr nach “typisch Bundesliga” aus, weil sich die Verantwortlichen viel zu wenig mit dem Sport auskennen! Hauptsache sie sind in Büro-Deutschland “verantwortlich”.

Die Liga wird stärker, die BG Göttingen und Braunschweig sind die besten Beispiele.

Immerhin wurde Mladen von der ProB in der Saison 2013/2014 zum Coach des Jahres gewählt. Wir zitieren ihn gerne! “Ich bin sehr überrascht, zum Trainer des Jahres in der ProB gewählt worden zu sein.” – Mladen, wir sind ebenso überrascht! Aber den Druck den du bereits jetzt hast – dafür kannst du dich bei den Verantwortlichen der Baskets bedanken. Mich würde es nicht wundern, wenn Oldenburg nicht mal mehr die Play-Offs erreicht.

Der erste Härte-Test steht für Mladen am kommenden Wochenende an. Nicht, dass ein “normales Bundesligaspiel” zu Beginn seiner Profi-Karriere genug wäre – wie es der Zufall so will, muss Mladen direkt gegen den wiedererstarkten Derby-Gegner, die Artland Dragons, sein erstes Spiel als Head-Coach der Baskets bestreiten.



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