Artland Dragons stehlen Schwelmer Neu-Coach die Show, sichern sich vorzeitige PlayOff-Teilnahme

Artland Dragons stehlen Schwelmer Neu-Coach die Show, sichern sich vorzeitige PlayOff-Teilnahme

Schwelm (hs) – Der vergangene Spieltag sollte für die EN Baskets Schwelm der Beginn einer Wende werden. Nach der zuletzt deutlichen Niederlage gegen die Citybaskets aus Recklinghausen (89:61) trennten sich die Westfalen von ihrem Coach, Miodrag Radomirovic. Kristofer Speier, jahrelang als Spieler für Schwelm aktiv, feierte als Neu-Coach im Spiel gegen die Artland Dragons vergangenen Samstag sein Trainer-Debüt. Dragan Dojcin, Coach der Artland Dragons, stahl ihm jedoch die Show und sicherte den Quakenbrückern mit einem 63:59-Sieg vorzeitig die Teilnahme an den PlayOffs.

Schwelm seit dem 5. Dezember ohne Sieg

Bezüglich der Trainerentlassung äußerte sich der Verein nach der 6-Pleitenserie gegen Herten (87:99), Wedel (60:64), Itzehoe (92:98), Wolfenbüttel (64:72), Iserlohn (72:76) und Recklinghausen am 3. Februar 2016 wie folgt: “Nach eingehender Analyse der momentanen Situation und einem einvernehmlichen Gespräch mit Pure Radomirovic am heutigen Mittwoch, haben sich die EN Baskets Schwelm und der erfahrene Trainer dazu entschieden, die Zusammenarbeit zu beenden. Beide Seiten waren sich einig, dass in der momentanen Situation, eine Neuausrichtung mit einem neuen Trainer an der Seitenlinie, die sportliche Wende bringen kann, um den Klassenerhalt in der Pro B zu schaffen.“ Da es unter Speier gegen die Artland Dragons nun die 7. Niederlage in Folge gab, musste die mögliche Wende vertagt werden.

Artland Dragons erst ab Mitte des zweiten Viertels im Spiel

Das Momentum zu Beginn der Partie nutzten die vom Trainerwechsel hochgestimmten Baskets aus Schwelm. Sie bereiteten den Artland Dragons von Anfang an große Sorgen, führten nach dem ersten Viertel verdient mit 13:9. Quakenbrück hatte in Person von Bryan Goolsby erst nach 3 Minuten und 15 Sekunden per 3er die ersten Punkte erzielt. Hektische Unsicherheiten im Ballbesitz und eine zu langsam reagierende Defensive machten eine offene Gestaltung der Anfangsphase (6 Turnover + 6 Fouls) unmöglich.

Zwar gab Alexander Heide, der mit 5 Turnovern, 0 Rebounds und einem Foul bei nur 2 Punkten in 13 Minuten Spielzeit keinen guten Tag erwischte, den Ball zu Beginn des zweiten Viertels gleich 2 mal ab – doch Trainer Dragan Dojcin konnte seine Mannschaft nach einem zwischenzeitlichem Rückstand von 11 Punkten (20:9) durch richtig gewählte Worte zurück in’s Spiel bringen. Dass Quakenbrück das zweite Viertel mit 18:15 gewann, war vor allem der Defensive, die mit Verlauf des Spiels immer besser griff, gutzuschreiben. Zu 26 Turnovern hatten die Artland Dragons den Gastgeber am Ende ingesamt gezwungen.

dojcin-schwelm-webCrunchtime entscheidet Spiel auf Augenhöhe

Passend zu einem Duell auf Augenhöhe, wurde das Spiel erst in einer nervenaufreibenden Crunchtime entschieden. Zwei Minuten vor Schluss war das Spiel mit einem Spielstand von 55:55 ausgeglichen. Ein nervenstarkes Dreipunktspiel von Benjamin Fumey (Korbleger + Bonusfreiwurf) und ein ebenso skrupelloser Dreier von Austin Bragg sicherten den Artland Dragons 45 Sekunden vor Schluss den so wichtigen Sieg im Kampf um die PlayOff Plätze. Mit 11 Siegen und 7 Niederlagen reisen die Burgmannsstädter am 13. Februar zu den 10.-platzierten Citybaskets aus Recklinghausen. Sollte der Drittplatzierte, die Baskets Akademie Weser-Ems/OTB, bei den Rostock Seawolves patzen, kann Quakenbrück mit einem Sieg auf den dritten Tabellenlatz vorrücken und den verlorenen direkten Vergleich gegen den Nachbarn wett machen.

Javarez D’Ante Willis mit viertem 5+Assists Spiel

Zum vierten Mal in dieser Saison verteilte Artlands Starting-PointGuard, Javarez D’Ante Willis, 5 oder mehr Assists in einem Spiel. Wir hoffen darauf, dass Javarez die Rolle des Ballverteilers noch ein par mal öfter ähnlich effektiv übernimmt. Denn – keins der Spiele, in denen Willis 5 Assists oder mehr verteilte, gingen verloren. Trotz einer Trefferquote von nur 29 % (5/17 FGs) spielte sich der Starting PointGuard in 34 Minuten mit 13 Punkten, effektiven 5 Assists und 4 wichtigen Rebounds zum “Dragon of the Match”.

Benjamin Fumey bestätigte seine gute Form mit ebenfalls 13 Punkten (5/10 FGs) und 4 Rebounds. Auch Austin Bragg machte eine gute Partie, erzielte neben Fumey und Willis als Dritter im Bunde 13 Punkte (zwei 3er), sicherte sich nicht nur 6 Rebounds, sondern auch 5 Ballgewinne/Steals.

Die Video-Zusammenfassung des Sieges findet ihr rechts, oder, falls ihr mit dem Handy/Tablet auf www.nord-hoops.de zugreift, wenn ihr etwas runter scrollt.



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