Atlanta gewinnt das erste Playoff-Spiel – in Indianapolis!

Atlanta gewinnt das erste Playoff-Spiel – in Indianapolis!

Indianapolis - “Ich glaube, direkt so gut gegen einen so starken Gegner zu starten, ist sehr wichtig.”, äußerte sich Mike Budenholzer, Coach der Atlanta Hawks, kleinlaut, nach dem Überraschungssieg über die Indiana Pacers. Es schien, als bräuchte der Trainer-Neuling einen Moment, um den vor wenigen Momenten eingefahrenen Sieg zu realisieren. Es ist schließlich seine erste Saison als Head-Coach eines NBA Teams. Zuvor war er 17 (!!!) Jahre lang die rechte Hand von Spurs Coach Gregg Popovich. Da darf man schon mal ein par Minuten brauchen, um so eine Überraschung zu verdauen. Zusätzlich hat er das geschafft, was die Hawks in den letzten drei Jahren verpassten: In den Play-Offs einen Auswärtssieg zu holen. Atlantas Jeff Teague, äußerte nach dem Spiel, dass er einfach gewinnen wollte. Verständlich! Im Hinterkopf schwirrt immer noch das schmerzliche Aus nach der ersten Playoff-Runde der letzten Saison. Damals hieß der Gegner ebenfalls Indiana, welcher den 4. Sieg in Atlanta holte und sich im Wohnzimmer von Jeff für die nächste Runde qualifizierte. Für ihn Grund genug, heute so richtig aufzustecken. Er war es nämlich, der das Team zum Sieg geführt hat. In dieser verzauberten Nacht, waren es seine Atlanta Hawks.

Jeff Teague hat heute Abend 28 Punkte erzielt. Ein Wert, den er noch nie zuvor in einem Playoff-Spiel erreicht hat. Immer wieder zog er zum Korb. Immer wieder konnte er punkten. Immer wieder entwischte er der so starken Indiana-Defense, die am heutigen Abend einfach kein Mittel fanden ihn zu stoppen. Von 19 Wurfversuchen brachte er 9 im Korb unter, darunter ein (von drei) Dreier(n). Selbst durch Fouls war er nicht aufzuhalten und wusste dies zu bestrafen. Zu seinen 9 getroffenen Würfen aus dem Feld, konnte er zusätzlich 9 (von 10) Freiwürfe(n) versenken. Dennis Schröder kam nicht zum Einsatz – es sollte sich trotzdem für ihn gelohnt haben. Diese Leistung von seinem “Mentor” wird er nicht nur anerkennen.. Nein.. Er wird sie sicherlich auch nachahmen wollen. Und Abschauen, soll ja angeblich ein gutes Mittel zum Lernen sein.

Neben Jeff Teague, hat auch All-Star Paul Millsap eine bärenstarke Leistung abgeliefert. Gegen den körperlich überlegenen Roy Hibbert (15 cm größer und 3 Kilo schwerer) und David West, konnte er sich immer wieder zum Korb durchtanken und erfolgreich abschließen. Doch auch von der Dreierlinie war er erfolgreich. Sogar doppelt, bei 4 Versuchen. Doch nicht nur in der Defense hatte der Backcourt der Indiana Pacers Schwierigkeiten. Zusammen trafen Hibbert und West nur 8 von 19 Wurfversuchen. Für die Play-Offs ist das einfach ein zu niedriger Wert. Selbst das Double-Double von Paul George konnte die Niederlage nicht verhindern. Er traf zwar nur 6 seiner 18 Versuche, kam am Ende aber wegen seiner Ausbeute von der Freiwurflinie (9/12) auf 24 Punkte. Zusätzlich sicherte er sich 10 Rebounds, davon 4 am Brett der Hawks. Sichtlich genervt murmelte der Small Forward nach dem Spiel, dass es frustrierend sei, einfach frustrierend… “Aber die Serie ist lang”, fügte er hinzu.

Was können die Pacers dieses Jahr in den Play-Offs anrichten? Wirklich nichts? Oder können sie das Blatt noch ein mal wenden? Optimisten ziehen das dritte Viertel besser nicht in Betracht. Während der dritten 12 Minuten konnte der Conference-Erste lediglich 16 Pünktchen gegen den Tabellen-Achten erzielen. Atlanta dagegen verbuchte in der Zeit fast das Doppelte (30).  Paul George und Co. gewannen das letzte Viertel mit 6 Punkten, die Niederlage verhindern konnten sie allerdings wegen des desaströsen dritten Viertels und einem brillierendem Jeff Teague nicht mehr.



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