Burgmänner kämpfen – Feuer, Wasser und Tränen auf dem Marktplatz

Burgmänner kämpfen – Feuer, Wasser und Tränen auf dem Marktplatz

Quakenbrück – Es sollte eine Demonstration des Zusammenhalts werden, als Quakenbrück und Umgebung, teils sogar die weite Ferne, gestern Abend auf dem Marktplatz dem anfänglich starkem Regen trotzte und miteinader verschmolz. Innerhalb weniger Stunden (die Besprechung wie es weiter gehen soll fand erst einen Abend zuvor statt) stellten Anhänger, Fan-Clubs, Sympathisanten, Sponsoren, Quakenbrücker, nicht-Quakenbrücker wahnsinniges auf die Beine. Mehr als 1500 Menschen ließen dank ihres feurigen Herzens den Marktplatz von 19.00 bis knapp 20.30 Uhr, trotz vieler und dicken Regentropfen, brennen. Neben Radiosendern, die von der Demonstration berichteten, war auch der NDR live vor Ort und schaltete einen Livestream im Internet.

Drachen-Stadt glaubt an gemeinsame Zukunft

Bereits ohne den Einfluss des Moderators repräsentierte die hoffnungsvolle Masse Quakenbrück lautstark. Unterstützt von hunderten Klatschpappen, die die Dragon-Front Quakenbrück, Fanclub der Dragons, verteilte, schallten Fangesänge durch die Innenstadt. Doch kurz darauf wurde es still – die Organisatoren starteten mit ihrer Einleitung. Ein auf Leinwand projiziertes Video rief dank großer Lautsprecher-Boxen in jedem Anwesenden weitere intensive Gänsehäute hervor. Menschen jubelten, schrieen, stimmten gemeinsam mit ihren Nebenmännern die nächsten Fangesänge an.

Manch ein Demonstrant hatte schon mit Beginn der Veranstaltung “Pipi” in den Augen. Bei anderen waren die Tränen erst während passender, durch die Stadt schallender Worte, oder wegen des eröffnenden Videos und dem Gedanken daran, dass alles vorbei sein soll, zu sehen. Die Message des Videos? Auf dem Marktplatz Gänsehaut, Hoffnung und das WIR-Gefühl verbreiten.

“Quakenbrück, wir schaffen das Unmögliche!”

 

 

Moderator “Bob” mit den richtigen Worten 

Jede Demonstration braucht einen Vorsprecher. Bob, ein in Quakenbrück sehr bekanntes Gesicht, interviewte über mehrere Jahre Spieler und Verantwortliche der Artland Dragons nach den Partien im Arena-eigenem Foyer – er übernahm auch gestern die Rolle des Moderators und fand wie so oft die richtigen Worte. Immer wieder wurde er durch applaudierende und jubelnde Fans in seiner Rede, mit der er Quakenbrück die aktuelle und akute Situation nahelegte, unterbrochen. Er animierte die Leute zur Hoffnung, bat um Zusammenhalt, Rückrat und Unterstützung – und erklärte, dass genau diese Punkte Quakenbrück ausmachen: “Quakenbrück mag zwar ein “Kuh-Dorf” sein, doch ohne den Zusammenhalt wäre das kleinstädtische Basketballherz nie so groß geworden, dass ein “winziger Fleck” auf der Landkarte, Basketball in der deutschen Bundesliga spielt.”

Als er das Mikrofon an Frau Tiemerding weitergab, stachen Sonnenstrahlen durch die graue Wolkendecke. Der Lichtblick am Ende des Tunnels schien immer größer zu werden…

Die Tiemerding GmbHmarktplatz dragons viel mehr als nur ein Sponsor

Bereits am Mittwochabend nahm die Tiemerding GmbH in Person von Frau und Herr Tiemerding an der Zukunftsbesprechung Quakenbrücks teil und wirkte stark bei allem später passierendem mit. Gestern Abend merkte man, dass auch sie den Basketball leben – und wie viele, viele andere nicht ohne ihn wollen oder sogar können. Am Mikrofon schilderte Frau Tiemerding, dass am Sonntag, den 2. Mai, der eigene Nachwuchs aufgebracht die Treppe herunter gelaufen kam, und zitierte: “Habt ihr das schon gehört? Die Artland Dragons hören auf!”

Mit Beenden des Satzes war ein laut-schallendes Schluchzen in der Innenstadt zu hören und eine Träne an der Wange des Sponsors zu sehen. “Nein, danke. Ich brauche kein Taschentuch. Ich finde das nur ehrlich und weiß, dass es vielen von euch genauso geht.”, entgegnete sie der Person, die ihr ein Taschentuch an ihrer Seite hinhielt.

In ihrer Ansprache wies sie daraufhin, dass noch nichts entschieden wäre, Quakenbrück, wenn alle zusammen anpacken, das Schlimmste abwenden kann.

Die Figur, die sie auf dem Podest und hinter dem Mikrofon machte, ähnelte einem Basketball-Coach, der seiner 1500-Mann großen Mannschaft zu verstehen gab, dass zwar nur noch 2 Sekunden zu spielen wären, doch ein 3-Punktwurf zum Sieg ausreichte. Man müsse es nur ein letztes Mal auf das Parkett schaffen…

 

Trommeln stehen, Flaggen wehen, nur so kann es weitergehen!

 



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