Donnervögel begeben sich auf lange Reise

Donnervögel begeben sich auf lange Reise

Oldenburg – Mit dem Gedanken: “Man, war das eine geile Tour zu Saisonbeginn!”, möchten die oldenburgischen Spieler am Sonntagabend ins Bett fallen. Die Spieler werden nicht nur zwei Partien, sondern auch 1454 Kilometer in den ratiopharm ulm_blackKnochen haben. Neben den beiden kräfteraubenden, intensiven Spielen gilt es vor allem seine Kräfte in der Zeit dazwischen aufzutanken. Die erste lange Reise führt Donnerstag via Bremen und Hannover an Kassel vorbei, ehe Frankfurt a.M. passiert wird und der Teambus in Ulm hält. Dort warten Tim Ohlbrecht, Per Günther und Co. schon sehnsüchtig. Kurz darauf geht es weiter in das 114 Kilometer entfernte Crailsheim, um dem Aufsteiger die Party zu vergraulen.

Mit ratiopharm Ulm wartet Freitag ein bislang unbekannter Gegner auf das Team von Baskets-Coach Sebastian Machowski. Während des Übergangs in die neue Saison haben acht Spieler, darunter Daniel Theis, das Team verlassen. Zwar konnte Ulm mit Tim Ohlbrecht einen Transfer-Coup landen, allerdings scheint ordentlich Sand im Getriebe zu stecken. In der Pre-Season haben die Ulmer acht Spiele absolviert. Fünf davon haben sie verloren. Teams wie Tübingen (82:74) und Bayreuth (72:58) finden sich unter den Siegern. Gegen den ProA-Teilnehmer, die s.Oliver baskets aus Würzburg, gewannen die Ulmer nur knapp mit 64:61. Mit den Leistungen aus der Vorsaison hat das bislang nur ganz wenig zu tun. Zu unterschätzen ist der Gegner trotzdem nicht. Das Team um Tim Ohlbrecht konnte ihr Potenzial bislang nicht abrufen. Das Problem ist nur, dass niemand um das Können weiß. Ähnlich, wie bei einer Wundertüte.

Oldenburg weist für die Testphase vor der Saison deutlich bessere Werte auf. Aus acht Spielen nahmen die Norddeutschen fünf Siege mit – und im Gegensatz zu Ulm, spielte Oldenburg nicht gegen Zweitliga-Vereine, sondern gegen international spielende Teams wie Virtus Rom oder Telenet Oostende. Gegen Oostende, den belgischen Meister, wurde das Spiel knapp verloren (76:83). Dafür EWE Baskets Oldenburggewannen sie das Spiel gegen Eurocup-Teilnehmer Rom und auch der Test gegen Bremerhaven wurde bestanden (83:75). Am Baskets-Day wurde zusammen mit 4000 Zuschauern der Sieg über Belfius Mons-Hainaut aus Belgien gefeiert. Bereits zu Anfang also, sorgte das Team aus Oldenburg schon für positive Überraschungen.

Die personelle Situation verspricht ebenfalls Gutes. Rickey Paulding geht in seine achte Baskets-Saison. Julius Jenkins kennt Rickey aus vergangenen Spielzeiten ebenso gut, wie Nemanja Aleksandrov und Philipp Neumann seit der letzten Saison. Mit Robin Smeulders hat er einen Mitspieler neben sich, der seit 2010 zusammen mit ihm auf dem Parkett steht. Und auch mit Adam Chubb hat er schon einige Spiele bestritten (seit 2011 ein Donnervogel). So, wie auch mit Chris Kramer, der sich seit 2012 die gelben Federn überstreift. Der Bank verleihen Maurice Stuckey, Neuzugang aus Würzburg und Taywan Mckee, von Unics Casan aus Russland, weitere Tiefe.

Die große Stärke der EWE Baskets heißt dieses Jahr Teamplay. Mit dem erfahrenen Stammbaum stehen nicht nur Spieler in den Reihen, die eine Lange Erfahrung an Basketballbundesliga mitbringen. Die zusätzliche Komponente ist die Tatsache, dass sie ZUSAMMEN diese Jahre gemeistert haben und sich gegenseitig so gut kennen, wie unsere Opas ihre Westentasche. Gregg Popovich, Jahrhundert Trainer in der NBA, macht es mit seinen San Antonio Spurs da ja sehr ähnlich. Dort spielen Tony Parker, Manu Ginobili und Tim Duncan bereits seit 13 Jahren zusammen. Als Trio konnten sie neben der Meisterschaft der vergangen Saison auch in den Jahren 2003, 2005 und 2007 Meister werden. Was ist mit einem so gut eingespieltem Team in der BBL möglich?

Den zweiten Teil der langen Reise gibt es Samstag. Dann mit wütenden Magiern aus Crailsheim… 



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