Dragons verpassen Achtungserfolg

Dragons verpassen Achtungserfolg

Quakenbück (le) – Die Artland Dragons haben am Ostersonntag einen großen Schritt Richtung Play-offs verpasst. Im Spiel gegen Alba Berlin setzte es eine knappe 73-78 Niederlage. Bester Spieler auf Seiten der Dragons war Anthony King. Bei Berlin wusste Jamel McLean zu überzeugen.
Unter den Augen von Nationaltrainer Chris Fleming schickte Tyron McCoy folgende Startauftsellung auf’s Parkett: Doreth, Graves, Thomas, Hill, Seiferth. Und das Spiel begann gut: Gleich zu Beginn der Partie konnte sich Andi Seiferth unter dem Korb durchsetzen und zum 4-0 vollstrecken. Eigentlich ein gutes Zeichen, aber es sollte täuschen. Der deutsche Nationalspieler, der die letzten Wochen zum Wohlgefallen der Fans überzeugen konnte, erwischte einen gebrauchten Tag und konnte die Berliner Center unter den eigenen Körben nicht kontrollieren.
Logo Alba BerlinAuf Berliner Seite setzte Niels Giffey das ein oder andere Ausrufezeichen. Mit einem Dreier gleich zu Beginn fand er gut ins Spiel. ABER: Was war das bitte für ein Monsterblock gegen Brandon Thomas beim Alley-Oop Versuch. Klasse Aktion vom deutschen Jungspund.
Brandon Thomas und Kenny Frease waren es, die die Dragons in der ersten Hälfte mit guten Aktionen im Spiel hielten. Als der Abstand sich schon beträchtlich vergrößerte, kämpften sich die Dragons wie in guten alten Zeiten wieder heran. Vor allem die zweite Fünf marschierte voran in Sachen Kampfgeist und Energie. Nach einem zwischenzeitlichen 13-Punkte Rückstand ging es mit 33-39 in die Halbzeitpause. Durchatmen..
Diese Parole nehmen die Spieler allerdings des Öfteren im dritten Viertel zu wörtlich. Mit 18-23 gingen die dritten zehn Minuten verloren.
Die Chancen auf einen Heimsieg waren verschwindend gering, nur die kühnsten Optimisten glaubten noch an einen Erfolg. Immerhin stand Alba Berlin auf der Gegenseite. Nicht irgendwer, sondern eine routinierte, abgezockte Mannschaft mit einem fantastischen Coach. Aber die Pessimisten hatten die Rechnung ohne die Dragons gemacht. Mit einem furiosen Dreierfestival ballerten sich die Quakenbrücker wieder zurück in die Partie. Vor allem Chad Toppert schien Gefallen gefunden zu haben und hielt drauf, was das Zeug hielt. Mit zwei schnellen Dreiern hintereinander setzte der Spezialist von Downtown die Arena in Ekstase!
Aber die Mitteldistanzwürfe der langen Berliner Garde fanden in dieser Zeit zu oft das Ziel – und wenn nicht, stand immer wieder ein Berliner zum offensiven Rebound bereit. Dies war sicherlich auch der Knackpunkt der Partie – Wie reife Äpfel pflückten sich die Albatrosse einen Rebound nach dem anderen (24-39). Mit so einem Reboundverhalten ist es schwer Spiele zu gewinnen, vor allem gegen Berlin, die mit akzeptablen Quoten das Spiel bestritten.
Das enge Endergebnis (73-78) ist vor allem Antonio Graves (13 Punkte) zu verdanken, der in der Crunchtime übernahm und noch schwierige Würfe traf (5 Punkte). An eine reelle Siegchance glaubten allerdings nur noch die wenigsten nach dem vergebenen Hakenwurf von Lawrence Hill 32 Sekunden vor Schluss.
Der Kampf zum Schluss war es aber, der Hoffnung macht. Darauf lässt sich aufbauen, am Besten die vollen 40 Minuten…

Artland Dragons: McCray (2 Punkte), King (10, 5 Rebounds), Schwartz (n.e.), Doreth (5/1 Dreier, 4 Assists), Seiferth (2), Grünheid, Thomas (15/2), Graves (13/1), Hill (8/2, 6 Rebounds), Everett (2), Frease (10), Toppert (6/2)

ALBA BERLIN: Giffey (7 Punkte/1 Dreier), King (3/1), Akpinar (3/1), Vargas, Redding (7), Wohlfarth-Bottermann, Banic (12), Renfroe (11, 9 Assists), Hammonds (7, 6 Rebounds, 6 Assists), McLean (17, 7 Rebounds), Freese (n.e.), Radosevic (11, 6 Rebounds)

Am Freitag geht es in Weißenfels weiter. Ein Pflichtsieg, wenn die Dragons ihre Chancen auf die Play-offs wahren möchten. Die Konkurrenz ließ an diesem Wochenende auch Federn (Crailsheim vs. Ludwigsburg 89-81; Bremerhaven vs. Göttingen 93-74; Bonn vs. Oldenburg 70-59). Die Dragons und Basti Doreth (Gute Besserung auf diesem Wege) sind an diesem Spieltag noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen, der nächste Punch kann aber schon den K.O bedeuten.

Es ist weiterhin alles offen!



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