Heimpremiere gelungen – Donnervögel weiter ungeschlagen

Heimpremiere gelungen – Donnervögel weiter ungeschlagen

Oldenburg – Die späte Heimpremiere der EWE Baskets ist geglückt. Am gestrigen Donnerstagabend schlugen sie ein kämpferisches Bayreuth vor 4460 Zuschauern. Ein über lange Zeit enges Spiel wurde von Rickey Paulding und Adam Chubb entschieden. Das Duell der Big-Men gewannen die Gäste.

Vor dem Spiel offenbarte der Gäste-Trainer, Michael Koch, dass sie gegen Oldenburg nur mit gutem Teamplay eine Chance auf den Sieg hätten. Sie hatten sie – doch gingen ihnen am Ende die Puste aus. Der für die Bayreuther aufgelaufene Javon McCrea konnte nach einer auskurierten Verletzung sein Debüt für Bayreuth geben und wusste direkt zu überzeugen. Von der Bank kommend legte der Power Forward (von der University of Buffalo nach Bayern gewechselt) 13 Punkte, acht Rebounds (3 Offensiv) und drei Assists in rund 20 Minuten auf. Brandon Bowman, ebenfalls Power Forward der Bayern, war mit 16 Punkten Top-Scorer. Adam Chubb (15) und Nemanja Aleksandrov (6) dagegen erzielten kombiniert nur 21 Punkte.

Nach dem ersten Viertel war der Spielstand ausgeglichen (17:17). Während sich Oldenburg zu Beginn vor eigenem Publikum schwer tat, kam Bayreuth gut ins Spiel. Ein Lay-Up von David Brembly plus Foul brachte den Gästen die ersten dreimedi bayreuth Punkte ein. Nach einem Pass ins Leere von Rickey Paulding, leistete sich das Team von Michael Koch an der gegnerischen Zone einen Turnover. Rickey machte seinen Turnover wieder wett. Er passte den Ball zu Kramer und leitete einen Fast-Break ein. Der Wühlbüffel spielte das orangene Leder weiter zu Maurice Stuckey, der durch einen Lay-Up seine ersten Punkte erzielte (4:7). Javon McCrea glich Sekunden danach aus und punktete zum ersten Mal in der Basketballbundesliga, ehe er kurz darauf zwei Defensiv-Rebounds hintereinander pflückte und nach zwei getroffenen Dreiern von Julius Jenkins durch einen Lay-Up nach offensivem Rebound den Rückstand auf 17:15 verkürzte. Mit einem weiteren Lay-Up glich er wenig später zum Viertelendstand aus.

Brandon Bowman und Ty McKee eröffneten das zweite Viertel jeweils mit einem Dreier (20:20). Danach war es wieder McCrea, der Richtung Korb cuttete und freistehend einen Korbleger im Korb unterbrachte. Den jungen ambitionierten Debütanten bekam der Frontcourt Oldenburgs nur selten in den Griff. Nach getroffen Freiwürfen von Dominic Lockhart, der knapp zehn Minuten auf dem Parkett stand und eine super Defensive spielte, und einem Dreipunktwurf von Bayreuths Pointguard, Trevon Hughes (22:25), starteten die Donnervögel auf brillianter Defensive basierend einen 11:2-Lauf und gingen mit 33:27 in Führung. Später brachte Oldenburg nach einem Foul an Chubb den Ball von der Baseline zurück ins Spiel. Nemanja Aleksandrov bekam das Spielgerät in die Hände, der darauf einen Spin-Move durchführte und zum zweistelligen Vorsprung (39:29) punktete. Die erste Halbzeit endete mit einem Spielstand von 39:31.

Auch in der weiteren Folge machten beide Teams eine gute Partie und legten die Priorität weiterhin auf die Defensive. Durch einen Run der Gäste, bei dem die Oldenburger vor allem am eigenen Brett einige Male zu nachlässig agierten, gewann Bayreuth das dritte Viertel mit 17:10. Der Spielstand war vor dem letzten Viertel wieder völlig ausgeglichen (49:48)! Brandon Bowman konnte den Ball zwei, Javon McCrea ein mal per Tip-In im Korb unterbringen. Brembley versenkte dazwischen einen Dreier. Einzig Adam Chubb stämmte sich zu dieser Phase gegen die Bayrische Welle und konnte den Gegner kurze Zeit auf Abstand halten (44:39). Selbst der erfahrene und später noch wertvolle Rickey Paulding vergab im dritten Viertel zwei aufeinanderfolgende Freiwürfe. Oldenburg hatte ihren Rhythmus verloren!

Nach einigen spannenden Minuten, verbunden mit guten Offensiv, und Defensivaktionen auf beiden Seiten, konnte Adam Chubb nach erfolgreichem Pick and Roll mit Julius Jenkins die Führung wieder auf fünf Punkte ausbauen (57:52). Auch Rickey Paulding war noch nicht abgemeldet. Der Leader erzielte, so wie Adam auch, im letzten Viertel sieben Punkte und brachte seine Donnervögel mit einem Dreier auf die Siegerstraße (65:56). Allerdings ließen die Bayreuther nicht locker, kamen durch zwei verworfene Freiwürfe von Chris Kramer und einen Dreier von Bowman wieder zurück ins Spiel – die Partie drehen konnten sie allerdings nicht mehr. Bereits drei Minuten vor Ende des Spiels stützen sich die Schützlinge von Michael Koch auf ihren Knien ab und ringten nach Luft. Ihr hoher Einsatz wurde letztendlich nicht belohnt. Oldenburg dagegen entschied das Spiel durch die erfahrenen Adam Chubb und Rickey Paulding. Zusammen übernahmen sie im letzten Viertel Verantwortung und hievten den Sieg ihres Teams über die Zeit (73:67).

Am kommenden Spieltag treffen die Donnervögel in der Drachenhöhle in Quakenbrück auf die ebenfalls ungeschlagenen Artland Dragons (Tip-Off um 15 Uhr). Es ist der erste Härtetest zwischen den beiden Teams – wer ist so früh in der Saison die wahre Nummer eins im Norden?

Paulding 11 Punkte – Chubb 15 Punkte + Rebounds – Kramer 14 Punkte + 6 Assists + 4 Rebounds – Nemanja Aleksandrov 6 punkte + 9 Rebounds



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