Jetzt zählt’s!

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Quakenbrück (le) – Der Frust aus dem Spiel gegen die Löwen aus Braunschweig dürfte sich gelegt haben. Zwei Wochen hatten die Verantwortlichen der Dragons Zeit, um an den richtigen Stellschrauben zu drehen. Das Austauschen der kaputten Lampen dürfte das geringste Problem dargestellt haben. Die offensiven Systeme der Dragons erinnerten in den letzten Heimspielen zeitweise an ein Seniorenheim. Derjenige, der den Ball in den Händen hielt, konnte von den 3.000 Zuschauern zumeist nur bemitleidet werden. Die Mitspieler zeigten keinerlei Interesse daran den Ball haben zu wollen, geschweigedenn sich freizulaufen. Zu Beginn der letzten Woche dann eine Nachricht, die im Kampf um die Play-off Plätze nochmal neue Kräfte freisetzen soll. Es handelt sich um den US-Amerikaner Terrell Everett, der die Position des Gurads bekleiden soll.
Aber nun zum Wesentlichen:
Am kommenden Samstag gastiert um 20:30 Medi Bayreuth in der Artland Arena. Die Mannen aus der Wagnerstadt belegen zur Zeit den 13. Tabellenplatz bei einem Punkteverhältnis von 18:34. Am letzten Wochenende zeigten die Bayreuther Eigenschaften, die die Dragons diese Saison auch auszeichnen: Versagen in der Crunchtime. Mit einem And-One sorgte Raymar Morgan dafür, das seine BG aus Göttingen, die Bayreuther tiefer in ihre Krise stürzte. Mit nunmehr zwei Siegen Vorsprung auf den ersten Abstiegplatz müssen sich die Spieler von Mike Koch nun auch wieder auf das Tabellenende konzentrieren.

medi bayreuthDas Hinspiel vor 3.027 Zuschauern konnten die Artländer 85-79 für sich entscheiden. Überragender Mann auf Seiten der Dragons war David Holston (19 Punkte / 7 Assist). Ob er am Samstag zum Einsatz kommt, ist fraglich. Im Spiel gegen die Löwen aus Braunschweig zog er sich kurz vor Schluss eine Verletzung am Bauchmuskelansatz zu. Zudem zeigte sich Anthony King Ende November vergangenen Jahres in guter Spiellaune, allerdings ist auch sein Einsatz fraglich. Auf der Gegenseite konnte der US-Amerikanische Center Javon McCrea überzeugen (28 Punkte /5 Rebounds/ 34 Effektivität). Ein Mann wie ein Schrank. Bereits in seiner Rookiesaison legt das Talent beeindruckende Zahlen auf und ist der Erfolgsgarant für das Team von Mike Koch. Mit seinen filigranen Bewegungen, die selbst die Tanzmaus Derrick Allen vor Neid erblassen lassen, ist der US-Amerikaner in Korbnähe stets sehr gefährlich. Das passende Gegenstück besitzen die Dragons in Kenny Frease, der für Anthony King nachverpflichtet wurde und den Dragons, bis zu deren Genesung, weiterhelfen soll. Zudem wird es McCrea unter dem Korb mit Andi Seiferth zu tun bekommen, der in den letzten Wochen zu überzeugen wusste. Im Hinspiel lief er noch seinen Erwartungen meilenweit hinterher. Die Frage, die sich nun stellt, ist: Wird Andi Seiferth sein Gesicht der letzten Wochen zeigen und McCrea zum Tanz einladen oder wird er vor dem Spiel wieder Butterpopcorn essen, sodass ihm jeder Ball aus der Hand flutscht?!

Wie die Dragons, schraubten die Bayreuther während der Saison noch einmal am Kader. Für den zu egoistischen Trevon Hughes, der auf der Aufbauposition nicht zu überzeugen wusste, verpflichteten die Bayreuther Jason Brickman, der in seinen bisherigen acht Spielen auf 7,3 Punkte und 5 Assists kam. Zudem verstärkte ein alter Bekannter die Bayreuther: Je’kel Foster. Der Shooting Guard, der 2009 mit Oldenburg die Meisterschaft gewann, steuert knapp 15 Punkte zum Spiel der Bayreuther bei.

Für die Dragons wird es darauf ankommen 40 Minuten konzentrierten Basketball zu spielen. Schwächephasen (3. Viertel), die es zuletzt immer gab, müssen abgestellt werden. Die Bank der Dragons könnte der entscheidende Faktor für den Ausgang des Spiels sein: Mit Frease, McCray, Toppert, Horner (oder Everett) kommen dort Leute, die dem Spiel ihren Stempel aufdrücken können. Fallen die Dreier, werden die Dragons schwer zu stoppen sein können, fallen sie nicht, wird es darauf ankommen, ob sie einen weiteren Gameplan in der Hosentasche haben. Falls nicht, könnte es sein, dass die Dragons am Montag wieder in den Baumarkt fahren müssen, um neue Glühbirnen zu kaufen.
Ein Sieg ist für beide Mannschaften fast schon Pflicht, wenn sie ihre Ziele nicht aus den Augen verlieren wollen. Bei einem Sieg der Dragons schließen sie auf die Play-off Plätze auf und setzen ihre Kontrahenten unter Druck. Bei einer weiteren Niederlage Bayreuths rückt das Tabellenende immer näher.
Hoffen wir mal nicht, dass Alexander Meilwes seine seit Wochen im Warenkorb liegende Bestellung des Fernglases abschicken muss, um die Play-off Plätze im Blick zu behalten.



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