Knappe Niederlage in Essen

Knappe Niederlage in Essen

Vechta (le) – Der SC Rasta Vechta hat sich mit einer Niederlage in Essen in eine sehr, sehr lange Sommerpause verabschiedet. Mit 72-69 zogen die Niedersachsen den kürzeren und beendeten die Saison auf einem enttäuschenden zehnten Platz. Aber nicht nur die Fans machen aus ihrer Niedergeschlagenheit keinen Hehl, auch Präsident Stefan Niemeyer zeigt sich “sehr frustriert”.

In einem starken ersten Viertel (15-24) ließ die Mannschaft aus dem Oldenburger Münsterland ihre Qualität nochmal kurzweilig aufblitzen. Vor allem Dennis Lee Tinnon erwischte einen Sahnetag. Mit 18 Punkte und 20 Rebounds (!!!) – kein Tippfehler – stemmte er sich zusammen mit Chase Griffin, der auf 16 Punkte kam, gegen die Niederlage.
Auch in diesem Spiel lief Richie Williams seiner Form der letzten Saison meilenweit hinterher. In zehn Minuten Spielzeit kam der Point-Guard auf vier Punkte und zwei Assists. Sein Scheitern in Frankfurt scheint arg an ihm zu nargen. Kein Selbstvertrauen, keine Spielorganisation.  Eventuell war aber auch der Druck, der auf ihn lastete, zu hoch. Als Hoffnungsträger aus der Mainmetropole zurückgeholt, konnte Richie Williams, die in ihn gesteckten Erwartungen, “überhaupt nicht erfüllen.”

Im zweiten Viertel geriet der Offensivmotor gehörig ins Stottern. Nach der höchsten Rastaführung (17-30), Mitte des zweiten Viertels, gelang den Vechtaranern nicht mehr fiel. Mit einem 30-36 ging es in die Halbzeitpause. Vor allem die Dreier wollten auf beiden Seiten nicht so recht fallen (22% – 32%).

Im dritten Viertel verteidigten die Männer von Pat Elzie ihren Vorsprung hartnäckig und ließen die Nordrhein-Westfalen nicht vorbeiziehen.  Auf die Annäherungsverzuche der Baskets hatten die  Spieler immer  eine  passende Reaktion parat. Zunächst war es Wright, der mit einem Dreier antwortete. Danach nahm sich Dennis Lee Tinnon ein Herz und erzeilte sechs Zähler nacheinander für den Sportclub.Es blieb spannend! Mit einem vier Punktevorsprung ging es in den Schlussabschnitt (49-53).

In diesem sah es lange Zeit nach einem versöhnlichen Saisonabschluss aus. Drei Minuten vor Schluss führten die Vechtaraner noch komfortabel (acht Punkte). Allerdings konnten die Fans in den letzten Minuten ein Ebenbild der Saison erkennen: Durch dumme Fehler brachte sich die Mannschaft um den verdienten Lohn. Mit einem unsportlichen Foul avancierte Dennis Lee Tinnon zum tragischen Held der Partie. Generell war die Schlussphase nicht schön mit anzusehen – viele Fouls brachen den Spielfluss. Bezeichnend, dass in den letzten drei Minuten lediglich Freiwürfe zum Korberfolg führten. An der Charging-Line gaben sich die Essener keine Blöße und konnten zwanzig Sekunden vor Schluss das Spiel wieder ausgleichen. 39 Minuten lang lief das Team von Igor Krizanovic einem Rückstand hinterher, um das Spiel in den Schlussekunden zu drehen. Angetrieben von Christopher Jordan Alexander, der alle elf Freiwurfversuche verwandelte, besiegten die Essener, letztendlich verdient, die Südoldenburger.

Der Schlüssel zum Erfolg war auf Seiten der Essener sicherlich die überragende Freiwurfquote (22/24: 92%), die gerade in der Schlussphase den Ausschlag zum Sieg gab.
Als Tabellensiebter treffen die Wohnbau Baskets nun in den Play-offs auf den Tabellenzweiten aus Nürnberg. Das erste Spiel der Viertelfinalserie findet am 04.04 in der Nürnberger BBZ statt.

Allerdings hielt das Wochenende für die Vechtaraner noch eine postive Überraschung bereit: Die Reserve schlug, in einem spannenden Spiel, auswärts die Red Devils aus Bramsche (92-97). Mit diesem Sieg sicherten sich die Mannen von Hanno Stein die Meisterschaft in der 2. Regionalliga West und den damit verbundenen Aufstieg. Herzlichen Glückwunsch!
Überragend auf Seiten der Rastafari waren Matthew Eric Reid (32 Punkte) und Jake Robert Reinders (28 Punkte).

 



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