Oldenburger Kunstflug endet mit Bruchlandung

Oldenburger Kunstflug endet mit Bruchlandung

Bonn (hs) – Die Partie in Bonn sollte der zweite Geniestreich von Schwarm-General Mladen Drijencic werden. Nachdem er die Liga eindrucksvoll mit dem Spiel gegen die Artland Dragons begrüßte, stand der Oldenburger Schwarm gestern dem nächsten und ebenso schwierigen Luftfahrthindernis gegenüber. Wie sah die Aufgabe des Generals aus? Auf dem Ring, durch den Mladen seinen Schwarm leiten musste, leuchtete “Telekom Baskets Bonn” als pulsierendes Signal in Pink. Mit einem doppelten Salto und dreifacher Schraube musste der Flugtrupp synchron hindurch fliegen – der lange Zeit gut aussehende Kunstflug endete jedoch mit einer Bruchlandung.

1. Viertel 

Mit ordentlich Auftrieb sollte der nächste Kunstflug eingeleitet werden. Bei Start genossen die Oldenburger noch mentale Starthilfe: Das Anziehen der eigenen Flügel auf dem Weg nach oben wurde durch den Sieg über die Drachen aus Quakenbrück eingeleitet, wodurch die gute Anfangsphase in Bonn nicht überraschte. Die ersten 10 Minuten spielten sie ähnlich intensiv und energisch wie im Derby gegen die Drachen - Teamorientiert! Dass niemand auf beiden Seiten zu Anfang treffen wollte, zeigte, dass beide Teams ihren Job in Sachen Defense gut machten – vorne allerdings auch nur wenig trafen (Bonn 13:12 Oldenburg). Ein Schnitzer blieb im Kopf: Julius Jenkins hatte sich während eines Lay-Ups am freien Korb wohl die Finger etwas zu sehr eingebuttert und die sicher geglaubten Punkte nicht erzielen können. Chris Kramer hatte leider das komplette Spiel über Fett an den Fingern.

EWE Baskets Oldenburg2. + 3. Viertel / Doppelter Salto und dreifache Schraube

Oldenburg wusste in den zweiten 10 Minuten mitzuhalten, musste zwar immer mal wieder Körbe kassieren, konterte aber gut – bis zur Halbzeit hatte keine der beiden Mannschaften das Spiel in der Hand. Dafür überzeugten beide mit ihrem Teambasketball. Zur Halbzeit stand es 39:36 im Telekom Dome – nach der Talfahrt aus Sicht der Oldenburger ein sehr ordentliches Ergebnis! Bonn dagegen hatte sich sicherlich eine größere Führung erhofft.

In der Halbzeit, so schien es, hatte Mladen Drijencic seinem Team die richtigen Worte für den dritten Spielabschnitt mit auf den Weg gegeben. Seine animierende, eifrig agierende und antreibende Art ist auch gestern wieder auf das Team übergesprungen. Mit einem 4-Punkte Vorsprung ging es in das letzte Viertel. Doppelter Salto und dreifache Schraube? Check! Wahnsinn!

 

Weiche Knöchel verursachen Bruchlandung

Es sah lange nach der zweiten Sensation von Rookie-Coach Drijencic aus, doch die wohl schlechtesten 10 Minuten des Jahres begruben bereits früh alle Hoffnungen auf den Sieg. Hatte Herr Drijenicic vor dem letzten Spielabschnitt die falschen Worte gewählt? Waren es die Köpfe, die nicht mitmachten? Oder lag es einfach an der guten Defensive Bonns? Wir wissen es nicht. Wir wissen nur, dass den Baskets aus Oldenburg im letzten Viertel zwei Punkte geglückt sind (17:2). Casper Ware war als letzter Donnervogel erfolgreich – danach blieben er und seine Flugkompanen achteinhalb Minuten erfolglos. Plötzlich schlackernde Knöchel machten sich in allen Bereichen bemerkbar. Und das vorher aufgebaute Selbstbewusstsein war wie weggeblasen. Oldenburg hatte für 8 Minuten das Basketballspielen verlernt, sich damit um den Sieg und Bonn vorzeitig in die Play-Offs gebracht (70:59).

 

Die Worte der Trainer? Hier in der Pressekonferenz! 

 

 

Turnoverzahl ohne Aussage

16 und 9 mal warfen beide Mannschaften die Pille weg. Die 16 stand sicherlich bei den Oldenburgern? Von wegen! Bonn verdaddelte den Ball fast zwei mal so oft wie der am Ende klar aussehende Verlierer. Der Gastgeber hatte allerdings das Rebound-Duell gewonnen (41:33) und mehr Freiwürfe getroffen ( 17/20 | 12/18).

Teambasketball unterstützt kleine Zahlen

Julius Jenkins? 8 Punkte.

Rickey Paulding? 9 Punkte.

Nemanja Aleksandrov? 7 Punkte.

Adam Chubb? 6 Punkte.

Chris Kramer? 2 von 10 und 2 Assists.

Die Landung des bis dato perfekten Kunstflugs endete mit einer Bruchlandung. Abhaken und am Wochenende besser machen! Da heißt es wieder Oldenburg vs. Bonn – dann jedoch im Pokal (20.00 Uhr)! In Oldenburg! Halbfinale Final-Four! Mladen Drijencic wird Stift, Zettel und Analyse bis dahin mit in’s Bett nehmen…



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