Pauldingburg gewinnt 10. Spiel in Serie gegen kämpferische 46ers

Pauldingburg gewinnt 10. Spiel in Serie gegen kämpferische 46ers

Oldenburg (hs) – Am vergangenen Wochenende haben die EWE Baskets aus Oldenburg ihre diesjährige Nervenstärke erneut unter Beweis gestellt. Erst in den letzten Sekunden entschied “Pauldingburg” das Spiel gegen die Gießen 46ers für sich.

Plötzlich führte Gießen

Oldenburg war bereits zu Anfang tonangebend, sicherte sich völlig zurecht die ersten beiden Viertel und ging mit einem 11 Punkte Polster in die Halbzeit (43:32). Ab dem zweiten Spielabschnitt veränderte sich jedoch das Spiel, Gießen zeigte sich mutiger und attackierte den Korb. Folgerichtig gewannen die Gäste das dritte Viertel (12:19) und lagen vor den letzten 10 Minuten nur noch mit 4 Zählern hinten (55:51)

Zwar schien der Sieg auf Grund der abgeklärten Spielweise und des zuvor aufgebauten Vorsprungs aus Sicht der Donnervögel nie gefährdet, doch knapp 5 Minuten vor Schluss trumpfte Gießen plötzlich auf und gestaltete den Spielstand dank eines Jumpers von Cameron Wells, zwei Freiwürfen von Gabriel Olaseni und einem Dreier von Braydon Hobbs (15) wieder offen (64:63).

Bitter, dass sich Oldenburg in Person von Nemanja Aleksandrov selbst in die Bredouille brachte. Der Power Forward der Baskets hatte vor den getroffenen Freiwürfen von Gabriel Olaseni ein unsportliches Foul begangen – den “geschenkten” Ballbesitz nutzten die Gießener durch den bereits erwähnten Dreipunktewurf von Braydon Hobbs eiskalt aus.

5289 aufgebrachte Fans erlebten eine intensive und spannende Crunchtime, in der die Hessener nach der 3:2 Führung aus der ersten Spielminute erstmals wieder in Führung gingen (68:69). In den folgenden 70 Sekunden wechselte die Führung vier Mal und nur dank vier verwandelter Freiwürfe von Vaughn Duggins blieb Oldenburg 60 Sekunden vor Schluss überhaupt erst noch im Spiel.

Rickey Paulding der Matchwinner

Kurz vor Ende schien das Spiel endgültig von den Hessen gedreht. Gabriel Olaseni netzte 45 Sekunden vor Schluss beide Freiwürfe zum 72:75 ein. Doch Oldenburg sollte sich in den darauffolgenden Szenen zu “Pauldingburg” entwickeln. Nach der Auszeit von Coach Mladen Drijencic bekam der personifizierte Donnervogel, Rickey Paulding, oben am rechten Flügel von Scott Machado den Ball & drückte von hinter der Dreipunktelinie ab: AUSGLEICH!

Den folgenden Angriff konnte Cameron Wells per Jumper aus der Halbdistanz nicht erfolgreich abschließen. Dafür sichere Scott Machado 9 Sekunden vor Schluss den letzten und zugleich wohl wichtigsten Rebound des Spiels, spielte den cleveren Outlet Pass auf Paulding, der auf dem Weg zum Korb von Anthony DiLeo gefoult wurde. Rickey, der mit 23 Punkten, 8 Rebounds und 5 Assists zum besten Akteur der Partie mutierte, verwandelte allerdings nur einen Freiwurf sicher. Den Gästen blieben 3.7 Sekunden für den letzten Angriff. Cameron Wells erhielt den Ball in der eigenen Hälfte, sprintete nach vorne und wühlte sich durch die Hintermannschaft der Baskets zum Korb. Sein Korbleger allerdings viel nicht durch den Ring. Vaughn Duggins hatte zwar den unter dem Korb den Körperkontakt aufgenommen, die Schiedsrichter entschieden jedoch nicht auf Foul.

Nach einem packenden wenn auch unnötigen Krimi, ist es vor allem der Routinier, Rickey Paulding, der am Ende den so dringenden kühlen Kopf bewahrte und das Ding nach Hause schaukelte. Die Kaltschnäuzigkeit der 46ers war zwar bemerkenswert, reichen sollte es jedoch nicht. Am Ende festigt Oldenburg den dritten Tabellenplatz und hat nach wie vor Chancen, die zweitplatzierten Bayern einzuholen. Den nächsten Angriff auf die Bayern starten Drijencic und Co. am kommenden Sonntag, wenn die Donnervögel im Niedersachsenduell auf die Veilchen in Göttingen treffen. Tip-Off ist um 15 Uhr.



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