RASTA chancenlos gegen durchschnittliche Löwen | Vechta verliert das Niedersachsenderby klar mit 59:72 – Braunschweig mit Big Win im Abstiegskampf 

RASTA chancenlos gegen durchschnittliche Löwen | Vechta verliert das Niedersachsenderby klar mit 59:72 – Braunschweig mit Big Win im Abstiegskampf 

Vechta (nh/tf) – Was für ein enttäuschendes Signal sendet Aufsteiger RASTA Vechta im ersten Heimspiel über das Internetportal „Telekombasketball“ an das ballsportinteressierte Deutschland. Die Basketball Löwen aus Braunschweig hingegen werden sich verwundert die Augen gerieben haben ob der unerwartet schwachen Leistung des hoch gehandelten Comeback-Teams aus dem Oldenburger Münsterland. RASTA spielte am Premieren-Freitag (20:30 Uhr) ohne Herz und Seele, fand vom Jump an kaum eine Einstellung zum Rebound, offenbarte schwache Wurfquoten und wirkte ängstlich und uninspiriert.

Aber von Anfang an. Das erste Viertel begannen die Hausherren zumindest auf dem Scoreboard ausgeglichen. Es deutete sich bis kurz vor Viertelende ein Schlagabtausch mit den Braunschweigern an, denen es aber in den letzten Sekunden gelang, den Rastanern einen sieben Punkte-Rückstand in den Rucksack zu packen. Das wog schon einmal schwer. Im 2. Viertel erwarteten die 3.140 Zuschauer dann eine Aufholjagd, die aber ausblieb. Klarste Chancen am Brett wurden ausgelassen, schon der Ballvortrag stockte und defensiv konnte man dem Löwen-Forward Dyshawn Pierre und dem Ex-Rastaner Carlos Medlock nicht Paroli bieten. Speziell Medlock war natürlich extrem motiviert, seinem Ex-Club zu zeigen, was man an ihm verloren hatte. Im Nachhinein ist ihm dies bestens gelungen. Die neuen RASTA-Taktgeber Machado und Geske taten sich hingegen schwer, den Spielaufbau Vechtas zu strukturieren und die Kreise Medlock`s einzuengen. Zur Halbzeit prangten ernüchternde Zahlen an der Anzeigetafel: 27:43.

Spätestens jetzt erwarteten die Zuschauer einen Ruck im Team, eine emotionale Wende, ein kämpferisches Ausrufezeichen der Wagner-Truppe. Gelegentliches Aufbäumen war erkennbar, wurde aber stets gekontert. Immer wieder schickte RASTA die Gäste an die Freiwurflinie, immer wieder liefen die Vechtaer Angriffsbemühungen ins Leere, während die Löwen im Gegenzug scorten. Der Rückstand Rastas wuchs vor dem Schlussviertel auf 18 Punkte an. Auf den Rängen verfestigte sich der Eindruck, dass Vechta am heutigen Premierentag in der easyCredit BBL einen Fehlstart fabrizieren könnte. Auch im 4. Viertel rannte das Heimteam teils kopflos an, verlegte Lay-Ups, traf offene Würfe auch weiterhin nicht, gewann aber zumindest diesen Abschnitt. Ein sichtlich enttäuschter Wagner vermochte auch keine Impulse mehr zu geben. Gäste-Coach Menz kann seinem Team vorwerfen, eine zeitweilige 20 Punkte-Führung nicht über die Zeit gebracht zu haben. Sicher der einzige Vorwurf, der angebracht wäre. Ansonsten freute sich kleine Braunschweiger Anhang schon früh während des gesamten Schlussabschnitts über den wichtigen Auswärtssieg in Vechta. Außer Frank Gaines (18 Punkte/ 2 Dreier) offensiv, erreichte kein Rastaner eine durchschnittliche Leistung, auch nicht Christian Standhardinger (11) und Derrick Allen (7). Erfreulich ausgeglichen das Braunschweiger Tableau: Dyshawn Pierre (16/1), Carlos Medlock (11/2), Nicolai Simon (11/2) und Geoffrey Groselle (10) trafen allesamt zweistellig.

Das Fazit des Aufsteigers fällt hingegen ernüchternd aus. „Der Auftakt gegen die Basketball Löwen Braunschweig ist nicht nur unsere Saisonpremiere, es ist zugleich eine wichtige Standortbestimmung. Sind wir bereit für erstklassige Gegner? Ich bin der festen Überzeugung: Ja, sind wir!“, hatte Clubchef Stefan Niemeyer im Spieltagheft verkündet. Die allseits spürbare Euphorie weicht langsam der Erkenntnis, dass noch viel zu tun ist. Einem enttäuschenden Signal im ersten RASTA-Heimspiel sollte schnell ein Aufbruchsignal folgen, denn am kommenden Freitag kommt zur selben Zeit medi Bayreuth mit dem Braunschweiger Ex-Coach Raoul Korner in den RASTA-Dome.



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