RASTA feiert gegen Phoenix Hagen 1. Saisonsieg

RASTA feiert gegen Phoenix Hagen 1. Saisonsieg

Vechta (pm/rv) – RASTA Vechta hat am Samstagabend den 1. Sieg in der easyCredit Basketball Bundesliga geholt. Vor 3.140 Zuschauern im zum 74. Mal in Serie ausverkauften RASTA Dome gewannen die Wagner-Schützlinge mit 98:96 gegen Phoenix Hagen.

Gleich sechs RASTAner punkteten im Spiel der bis dato sieglosen Teams zweistellig, angeführt von den ganz stark aufgelegten Christian Standhardinger (21 Punkte/7 Rebounds) und Scott Machado (18 Punkte/17 Assists). Den entscheidenden Schritt Richtung Sieg machten die Vechtaer im 3. Viertel, als sie vom Ausfall von Hagens Spielmacher Richie Williams profitierten und innerhalb von knapp sechs Minuten einen 21:6-Lauf aufs Parkett legten.

Von Beginn an zeigten beide Teams vor 3.140 Zuschauern, davon mehr als 150 Fans aus Hagen, eine sehr unterhaltsame Partie, in der hohes Tempo gegangen wurde. Ex-RASTAner Richie Williams meldete sich in der 7. Minute angekommen im Spiel und netzte einen Dreier zum 19:17 für sein Team ein. In den Folgeminuten liefen die RASTAner richtig heiß. Erst Standhardinger für zwei, dann Geske für drei und schließlich Gaines für drei Punkte plus Bonusfreiwurf sorgten für eine 26:19-Führung der Hausherren (9. Minute).

Die Teams nahmen ihre Fans nun immer mehr mit auf eine spektakuläre, atemraubende Achterbahnfahrt. Ein Highlight: Devin Searcy stopfte den Spalding nach Anspiel von Scott Machado per Alley-Oop-Dunking durch die Reuse und verwandelte auch den Bonusfreiwurf – 34:35 (12. Minute). RASTA aber dominierte nicht in dieser Phase. Mitte des 2. Viertels lag das Team von Andreas Wagner schon mit acht Zählern hinten (34:42, 14. Minute). Gut zweieinhalb Minuten später hatten die Vechtaer die Partie wieder ausgeglichen, Travis Warech traf per Dreier zum 44:44. Der Konter der Gäste folgte auf dem Fuße. Zwei schnelle Dreier von Williams und Chris Hass ließen Phoenix mit 50:44 wieder gut dastehen (18. Minute). Vier Sekunden vor dem Ende der 1. Halbzeit verwertete RASTA-Kapitän Derrick Allen einen tollen Pass von Scott Machado zum 51:52, RASTA war dran. Und Hagen verlor seinen Taktgeber. Im letzten Angriff zog sich Richie Williams eine Verletzung im Oberschenkel zu und kam nach der Pause nicht mehr zurück aufs Parkett.

Diese Schwächung des Gegners konnte RASTA Vechta im 3. Viertel hervorragend nutzen. Innerhalb von 3:40 Minuten wandelten die ihre Fans begeisternden RASTAner den Ein-Punkt-Halbzeitrückstand in eine 63:54-Führung (24. Minute). Unter anderem zwei Dunkings von Devin Searcy ließen den RASTA Dome erbeben. Und als Moses Ehambe in der 26. Minute von „downtown“ zum 70:58 für sein Team traf, schien der erste Saisonsieg in Reichweite. Knapp eine Minute vor dem Ende des 3. Viertels aber waren die Gäste, angeführt vom nach dem Seitenwechsel ganz starken David Bell, wieder auf sechs Zähler (70:76) an RASTA dran – entschieden war noch lange nichts. Weil RASTA in den letzten 58 Sekunden des 3. Viertels aber noch fünf Punkte draufzulegen hatte, nahm das Wagner-Team ein sattes Elf-Zähler-Polster mit in den Schlussabschnitt.

In der 33. Minute hatten die Gäste RASTAs Vorsprung erneut auf bis sechs Punkte verkürzt (77:83), ehe Scott Machado einen von RASTAs acht Dreiern zum 86:77 versenkte (34. Minute). Mit Devin Searcys Punkten zum 90:77 bei noch 4:52 Minute auf der Uhr hätte die Partie zugunsten RASTA Vechtas dann vorentschieden seien können. Doch die Hausherren brachten sich um eine entspannte „garbage time“ und ließen die Feuervögel genannten Hagener noch einmal herankommen. Selbst ein Dunking von Vechtas Kapitän Allen zum 97:88 in der 38. Minute entmutigte die Gäste nämlich nicht vollends. Erst ein verwandelter Freiwurf von RASTAs Frank Gaines zum 98:93, neun Sekunden vor dem letzten „buzzer“, bedeutet die endgültige Entscheidung.

Stimmen zum Spiel:

Ingo Freyer, Headcoach Phoenix Hagen: “Normalerweise gratuliere ich dem Gegner zu einem verdienten Sieg. Heute war dieser aber eher glücklich denn verdient. Aber: Wären wir als Sieger vom Platz gegangen, würde mein Statement genauso lauten. Es haben einfach Kleinigkeiten den Ausschlag gegeben. Während bei RASTA viele Dreier gefallen sind, ist bei uns vieles herausgesprungen. Bitter für uns war der Ausfall von Williams zur Halbzeit. Bis dahin hatte er wohl sein bestes Spiel für uns gemacht. Man muss auch Standhardinger und Machado ein Lob aussprechen, die heute wirklich ganz stark waren.”

Andreas Wagner, Headcoach Rasta Vechta: “Wir sind natürlich glücklich, dass wir heute gewonnen haben. Es war ein Spiel, in dem es immer rauf und runter ging. Wir haben ein sehr gutes 3. Viertel gespielt, in dem wir beim Rebound und in der Defense einfach präsenter waren als in Halbzeit eins. Aber zum Ende hin hätten wir natürlich cooler agieren müssen.“



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