RASTA gibt Sieg im Nord-Duell aus der Hand

RASTA gibt Sieg im Nord-Duell aus der Hand

Vechta (pm/rv) – RASTA Vechta hat am 6. Spieltag der easyCredit Basketball Bundesliga mit 86:90 (49:41) gegen die Eisbären Bremerhaven verloren. Die Gäste drehten dabei einen 12-Punkte-Rückstand im 4. Viertel. Der RASTA Dome war am Samstagabend zum 75. Mal in Serie ausverkauft.

Mit dem neuen Center Philipp Neumann konnte RASTA Vechta gegen die Eisbären Bremerhaven in das Nord-Duell gehen. Und der 24-Jährige zeigte gleich im 1. Viertel, wie wertvoll er für den Aufsteiger seien kann. Beim Stand von 8:12 (6. Minute) aus Sicht der Gastgeber kam Neumann in die Partie und verhalf seiner neuen Mannschaft mit sieben Punkten in die Partie. In der 9. Minute markierte Neumann das 19:18 und drei Sekunden vor Viertelende netzte der 2,09 Meter-Riese zum 25:21 Pausenstand ein.

Nach einem Dreier von Bremerhavens Ivan Elliot waren die von rund 70 Fans begleiteten Gäste beim 28:29 wieder ganz nah dran an den Vechtaern. Doch diese konterten umgehend, bauten ihre Führung nach Punkten von Frank Gaines in der 17. Minute auf sieben Zähler aus – 37:30. RASTA behauptete diese Führung souverän und Scott Machados zweiter Dreier des Abends zum 49:41 (20. Minute) sorgte für eine beruhigende Halbzeitführung.

In der 23. Minute war es erneut Scott Machado, der von jenseits der 6,75 Meter traf und RASTA mit 55:46 nach vorne brachte. Gleich vier Dreier konnten die Vechtaer im 3. Viertel im Korb der Bremerhavener unterbringen. Moses Ehambe war in der 29. Minute gleich zweimal von „downtown“ erfolgreich, erst zum 63:51, dann zum 66:54. Dank des Treffers von RASTAs Kapitän Derrick Allen acht Sekunden vor dem Viertelende führten die Vechtaer vor dem Schlussviertel mit 70:59.

Zu Beginn des Schlussabschnittes machte dann Eisbär Karvel Anderson mit seinem dritten Dreier des Abends klar, dass mit ihm noch zu rechnen seien würde. Der 25-Jährige Guard verkürzte so auf 62:70. Unbeeindruckt von diesem Ausrufezeichen machten die Hausherren unter tosendem Jubel der RASTA Dome-Besucher vier Punkte in Serie, lagen knapp acht Minuten vor dem Ende mit einem Dutzend Zähler vorne. Bremerhavens Coach Sebastian Machowski reagierte auf das 74:62 der RASTAner mit einer Auszeit. Und nach der lief es merklich besser für die Norddeutschen. Sie verkürzten in der 36. Minute durch Waverly Austin schon auf 73:77, ehe sie doch wieder vier Zähler durch Allen und Gaines kassierten. 3:55 Minuten vor dem Ende der intensiven Partie führte RASTA mit 81:73 und schnupperte am zweiten Saisonerfolg. Doch es sollte anders kommen. Eineinhalb Minute später war das Machowski-Team nach drei Punkten des nicht mehr zu stoppenden Anderson auf 80:81 herangekommen und hatte das Momentum auf seiner Seite. Harper Kamps Dunking zum 84:83 für die Eisbären Bremerhaven läutete 37 Sekunden vor Schluss endgültig RASTAs Niederlage ein – es war der Gäste erste Führung seit der 9. Minute (20:19). Jordan Hulls, der erstmals in dieser Saison ohne erfolgreichen Dreier geblieben war, und Karvel Anderson verwandelten in den Schlusssekunden alle Freiwürfe, Bremerhaven zog auf 90:84 weg. Derrick Allens Erfolg zum 86:90-Endergebnis war nur noch etwas für die Statistik.

RASTA Vechta – Eisbären Bremerhaven 86:90 (25:21 / 24:20 / 21:18 / 16:31)

Topscorer Vechta: S.Machado (19 Pkt./ 3-3er), F.Gaines (16/1), P.Neumann (14/0), D.Allen (14/0), C.Standhardinger (7/1), M.Ehambe (6/2), B.Bekteshi (6/0), D.Searcy (4/0), N.Geske (0/0), T.Warech (0/0).

Topscorer Bremerhaven: I.Elliott (22 Pkt./ 4-3er), H.Kamp (18/1), K.Anderson (17/4), W.Austin (15/0), Q.Diggs (8/1), F.Bleck (6/0), J.Hulls (4/0), A.Breitlauch (0/0).

Zuschauer: 3.140 (ausverkauft)

Stimmen zum Spiel:

Sebastian Machowski (Bremerhaven): „Ich darf meiner Mannschaft ein riesiges Kompliment aussprechen. Die Art und Weise, wie wir heute dieses Spiel gedreht haben, lässt mich heute sagen, dass ich stolz auf das Team bin. Es war eine bravouröse Aufholjagd im 4. Viertel. Wieviel Herz wir da investiert haben, war sehr schön anzusehen. Wir wissen ja, dass wir offensiv viele gute Möglichkeiten haben. In der Defense hat es in der 1. Halbzeit noch nicht so gepasst, da haben wir zu viele Punkte kassiert. Jordan Hulls hat am Ende von der Linie Kaltschnäuzigkeit bewiesen und zuvor war schon Karvel Anderson heiß gelaufen. Waverley Austin hatte die letzten Wochen sehr mit sich gehadert und war heute ein großer Faktor für uns. Ich kann so weitermachen und jeden einzelnen meiner Spieler loben. Das Team hat sich vor toller Kulisse zum Sieg getrieben.“
Andreas Wagner (Vechta): „Glückwunsch an Sebastian und sein Team. Drei Viertel lang haben wir das Spiel kontrolliert, der Schlussabschnitt hat uns mit 31 Gegenpunkten dann das Genick gebrochen. Schon die 41 Punkte für Bremerhaven in der 1. Halbzeit waren für meinen Geschmack schon zu viel. Trotzdem waren wir in den ersten drei Vierteln gut dabei. Die Verletzung von Devin Searcy hat uns natürlich nicht geholfen, ist aber auch nicht der Grund für die Niederlage. Wir müssen konstatieren, dass wir einfach die Nerven verloren haben in der Schlussphase des Spiels, haben teilweise zu früh abgeschlossen. Was heute sicherlich noch positiv war, ist, dass wir Philipp Neumann trotz nur weniger Trainingseinheiten schon gut integriert haben.“



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