RASTA Vechta gewinnt auswärts auch zweites Halbfinale – Rockets Gotha nach dem 63:68 am Montag mit dem Rücken zur Wand

RASTA Vechta gewinnt auswärts auch zweites Halbfinale – Rockets Gotha nach dem 63:68 am  Montag mit dem Rücken zur Wand

Gotha (nh/tf) – Zuerst zu den Fakten. Vechta gewinnt einen Basketball-Krimi in Gotha. Wenige Punkte, viel Spannung, noch mehr Randnotizen. Die Rastaner gehen wie im Viertelfinale gegen Nürnberg mit 2:0 in Führung, die Rockets stehen wie im Viertelfinale gegen Hamburg mit 0:2 mächtig unter Druck. Am Montag um 20 Uhr im RASTA-Dome könnte entweder der Durchmarsch des Favoriten folgen oder das zweite Comeback der Thüringer starten.

Allein mir fehlt der Glaube, dass Gotha in dieser Serie noch mal zurückkommt. Zur Erinnerung: Spiel Eins gewann RASTA zwei Tage vorher per unmissverständlichem 94:57. Das Spiel in Vechta glich teilweise einer Demontage des Gästeteams, zu deutlich waren die Leistungsunterschiede an der Pariser Straße. Einige wenige Haare fanden sich in der Suppe, aber die Angelegenheit war aus Vechtaer Sicht eine Demonstration der Stärke. Ohne ihre zentrale Figur Carlton Guyton und den besten Dreierschützen Jordan Riewer war Gotha in Vechta nicht konkurrenzfähig.

Am Samstag in Gotha war das komplett anders. Die Zelt-Festspiele in der „Blauen Hölle“ zauberten eine besondere Atmosphäre. Zudem: Hätten Sie gedacht, dass ein RASTA-Team mit einer Wurfquote von mageren 31% aus dem Zweierbereich, nur 65% von der Freiwurflinie gepaart mit 13 Ballverlusten und einem 0:10-Start ins erste Viertel dieses Spiel noch gewinnt? Hätten Sie gedacht, dass ein RASTA-Team den Ausfall von zwei seiner drei Topschützen verkraftet und trotz eines Carlos Medlock mit nur 3 Punkten, aber 4 Ballverlusten und 5 Fouls und eines Chase Griffin mit 5 Punkten und 5 Fouls dieses Spiel noch gewinnt?

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Travis Warech und Co. können im dritten Spiel am Montag, den 25.04., den Aufstieg und Finaleinzug perfekt machen.

Und hätten Sie gedacht, dass es gar nicht der Gothaer Topspieler Guyton sein würde der sein Team im Spiel hält? Das war nämlich mit einer Feldwurfquote von 2 Treffern bei 12 Versuchen schwerlich möglich. Nein, die Nebendarsteller Max DiLeo (12 Punkte) und Christopher Razis (11) standen für Gotha dem gewohnt starken Joseph Lawson (13) zur Seite. Wenn wir schon dabei sind: für RASTA trafen Devin Gibson (14), Derrick Allen (13) und Christian Standhardinger (10) zweistellig. Die Rockets stürmten aggressiv ins Spiel, standen verblüfften Rastanern mächtig auf den Füßen und führten schnell 14:2. Rastas intensivere Defense und bessere Wurfauswahl verkürzte den Rückstand nach dem 1. Viertel auf 12:18. Vor allem das Duo Gibson/ Allen sorgte vor der Halbzeit für eine 31:29-Führung der Gäste.

Der überragende Devin Gibson – Matchwinner auf Vechtaer Seite – traf alle drei Dreierversuche im 2. Viertel oder bediente Routinier Derrick Allen nach erfolgreichem Pick- and-Roll. Der Schlagabtausch beider Teams setzte sich im 3. Viertel fort. RASTA erzielte zwar in diesem Abschnitt seine höchste Führung (42:35), büßte sie vor dem Schlussviertel (49:47)aber wieder ein. Die letzten zehn Minuten verliefen teils turbulent, teils skurril. Der ständig aktive Gibson verlor und eroberte Bälle, Standhardinger forcierte erfolglos offensive Alleingänge und irgendwann wehte eine steife Brise unter der Rockets-Reuse. Ein Vorfall, mit dem sich Schiedsgericht und Gothaer Verantwortliche kurz beschäftigten und ihn beseitigten.

Im 4. Viertel wechselte die Führung noch vier Mal, zuvor nur einmal. Besonders dramatisch gestaltete sich die zuspitzende Endphase, in der die RASTA-Akteure mit Glück und erfolgreichen Freiwürfen nach stop-the-clock Fouls den 68:63-Auswärtssieg sicherstellten.



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