RASTA Vechta im Playoff-Modus – Nach der Pflicht folgt die Pflicht

RASTA Vechta im Playoff-Modus – Nach der Pflicht folgt die Pflicht

Vechta (tf) – Auf der braunen Theke der Gaststätte „Kolpinghaus“ in Vechta heben sie sich gut ab, die orangen Aufkleber mit der Aufschrift „Rasta – PLAYOFFS 2016 – Alarmstufe Orange“. Dort, wo auch Spieler und Trainer des Spitzenreiters der Hauptrunde gerne mittags essen, finden sie bei den zahlreichen Mittagsgästen reißenden Absatz. Das haben sie mit den Tickets für die Playoff-Heimspiele im RASTA-Dome durchaus gemeinsam.

Glücklich, wer da ein Plätzchen ergattert und am Freitag (8. April) ab 20Uhr das erste Playoff-Spiel verfolgen kann.

RASTA hat auf den Playoff-Modus umgeschaltet und trainiert wie gehabt weiter. Der Pflicht, den ersten Tabellenplatz im Duell mit Jena erobert und verteidigt zu haben, folgt die Plicht, im Playoff-Viertelfinale nicht nachzulassen. Der Gegner: rent 4 office Nürnberg. Für mich eine Truppe, die ich vor Saisonbeginn ganz oben eingeordnet hätte.

Individuell starke und gut ausgebildete Spieler, trainiert von einem der besten Coaches der Liga. Ralph Junge dirigierte und formte jahrelang den Kader der Ehinger Talentschmiede und wechselte als Trainer inklusive Sportdirektor nach Nürnberg.

Ein ausgewiesener Fachmann, der vor der Saison meinte: „ProA-Meister wird Vechta. Einzige Hürde sind für sie die Playoffs, wo eine Verletzung viel verändern kann. Unser Ziel ist es, mehr Spiele zu gewinnen als zu verlieren.“

Ziel verfehlt, muss man da sagen. 13 Siege standen 17 Niederlagengegenüber, aber trotzdem reichte es für den heiß umkämpften achten Platz.

Am Ende der Hinrunde führte Nürnberg einen Block von fünf Teams mit gleicher Bilanz an und belegte mehr als glücklich den letzten Playoff-Platz. Und welche Chancen ergeben sich dort für die Franken? Auf dem Papier sieht`s düster aus.

Nürnberg geht mit sechs Niederlagen in Folge in das Duell mit Vechta, die ihrerseits 19 Siege am Stück hinlegten. Den Nürnbergern gelangen nur fünf Auswärtssiege, Vechta verlor auch in fremder Halle nur zwei Mal, zu Hause gar nur einmal. In allen Teamstatistiken schneidet RASTA besser ab als der Gast. Auf dem Papier ist alles klar, auf dem Feld noch lange nicht.

Während die Rastaner Ende Oktober letzten Jahres das Hinspiel in Vechta klar mit 91:60 für sich entschieden, zeigte rent4office Nürnberg im Rückspiel am 16. Januar ein anderes Gesicht. Erst ein Buzzer-Dreier von Jeremy Dunbar in der Schlusssekunde der Partie brachte Vechta den hart umkämpften 84:81-Auswärtssieg.

Nürnberg hatte über weite Strecken geführt und war erst am Ende eingeknickt. Ein kleiner Vorgeschmack, was die im Laufe der Saison mehrfach umstrukturierte Nürnberger Mannschaft zu leisten im Stande ist. Vor allem auf den großen Positionen verfügt sie mit Robert Oehle (Punkteschnitt 10,1), Dan Oppland (10,1), Michael Fleischmann (8,5) und Erik Land (5,7) über viel Power am Brett. Mauricio Marin (9,4) und der Ex-Rastaner Darius Theus (8,8) steuern von außen wichtige Zähler bei.

Ein Meer aus Orange wird am Freitag den RASTA-Dome füllen. Die Playoff-Shirts fanden guten Absatz und werden das Vechtaer Wohnzimmer in seiner Lieblingsfarbe erstrahlen lassen. Aufschrift? Die gleiche wie bei den Aufklebern auf Willi`s Gaststättentheke. Im Kolpinghaus dürften mittlerweile alle Aufkleber verteilt sein. Die Vorfreude ist groß. Auf allen Seiten. It`s Playoffs, Baby!



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