Rastas 88:62-Sieg ebnet Weg ins Halbfinale – Nürnberg mit stumpfen Waffen chancenlos

Rastas 88:62-Sieg ebnet Weg ins Halbfinale – Nürnberg mit stumpfen Waffen chancenlos

Vechta (tf) – Der glatte Durchmarsch ins Halbfinale der ProA-Meisterschaft ist perfekt. RASTA Vechta wurde seiner Favoritenrolle im Duell mit rent4office Nürnberg gerecht und zog am Dienstag im RASTA-Dome nach drei ungefährdeten Siegen im Viertelfinale erwartungsgemäß in die Vorschlussrunde ein.

Dabei wurde eines deutlich: Je länger die Auseinandersetzung mit den Franken dauerte, umso einseitiger wurde sie. Dem 93:77 folgte in Nürnberg ein 92:71 und nun der noch deutlichere 88:62-Erfolg. Das stark ersatzgeschwächte und während der Saison mehrfach umstrukturierte Team von Coach Ralph Junge verlor von Partie zu Partie deutlicher und erzielte von Mal zu Mal weniger Punkte.

Ein einziger Nürnberger scorte in Spiel drei des Viertelfinals in Vechta zweistellig. Der Litauer Antanas Udras, in Nürnberg nicht im Kader, markierte zwölf Punkte, zog fünf Fouls, sicherte acht Rebounds, sechs davon am offensiven Brett und war der effektivste Spieler auf dem Feld. Trotzdem: ein zu kleines Bollwerk in der Schlacht. Die Dramaturgie des Viertelfinals zwischen beiden Teams wiederholte sich. Während im Startviertel ein freches Nürnberg ansehnlichen und erfolgreichen Basketball präsentierte, konterte im 2. Viertel ein defensiv stabileres und offensiv zielstrebigeres Team aus Vechta die Nürnberger Bemühungen & verschaffte sich zur Pause einen bereits deutlichen Vorsprung. Das Viertel nach der Pause war aus Vechtaer Sicht in Nürnberg noch eine Fortsetzung des guten 2. Viertels, im dritten Spiel leistete sich der Favorit eher einen Schlagabtausch mit den tapfer kämpfenden Gästen.

Devin Gibson, der "Wühler" aus Vechta, behält auch in heiklen Situationen die Übersicht

Devin Gibson, der “Wühler” aus Vechta, behält auch in heiklen Situationen die Übersicht

Das Schlussviertel dann ein Aus- und Schaulaufen. Nürnberg gelangen statt einer Aufholjagd magere vier Punkte in den finalen zehn Minuten, viel zu wenig, um dem übermächtigen Gegner Paroli zu bieten. RASTA Vechta wurde seiner Favoritenrolle gerecht und stellte sich von Spiel zu Spiel besser auf die spielerisch und konditionell unterlegenen Franken ein. Griffin (17 Punkte), Medlock (15), Standhardinger (14), Warech und Allen (je 12) produzierten wieder fünffach zweistelligen Score, 41 Rebounds verdeutlichen die Dominanz am Brett, neun Dreier bei einer Quote von 43% die zusätzliche Gefahr von Aussen. Die druckvolle Defense zwang die Nürnberger zu 21 Ballverlusten. Magere 60% von der Freiwurflinie erscheinen da wie ein Luxusproblem, sollten aber bearbeitet werden, weil das noch mal wichtig werden könnte.

Wer wird der Gegner Vechtas in Halbfinale? Diese Entscheidung wurde vertagt. Während erwartungsgemäß Jena und überraschend Trier ohne Niederlage ins andere Halbfinale zogen, gelang den Gotha Rockets am Dienstag im Festzelt ein 66:61-Sieg. Sie verkürzten damit in der Serie gegen die Hamburg Towers auf 1:2 und müssen am Freitag zu Spiel 4 wieder in Hamburg antreten. Dort droht bei der Heimstärke der Hanseaten das Ausscheiden der Rockets. Vielleicht gab ihnen der Heimsieg aber auch neuen Auftrieb im Playoff-Kampf, bereits am Sonntag in Hamburg verloren die Gothaer nur knapp (81:84).

Der Kader von RASTA Vechta kann jetzt vernünftig regenerieren, während sich der zukünftige Gegner noch abstrampeln muss. Ob dies ein Vor- oder Nachteil ist, wird man ewig diskutieren: Im Rhythmus bleiben ist gut, sagen die einen, regenerative Pause nutzen, meinen die anderen. Coach Wagner wird beide möglichen Halbfinalgegner bereits analysieren und auch passende Antworten auf die sich bietenden Matchups im Vorfeld suchen.



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