Rastas Dominanz an beiden Enden des Feldes – 110:79-Sieg gegen überforderte Hanauer

Rastas Dominanz an beiden Enden des Feldes – 110:79-Sieg gegen überforderte Hanauer

Vechta (tf) – So kann man mal in die Playoffs spazieren: offensiv spektakulär, defensiv engagiert und mental fokussiert. Am vergangenen Sonnabend erlebte der ausverkaufte RASTA-Dome im letzten Hauptrundenspiel des Tabellenführers der ProA ein ansehnliches Offensivspektakel, gespickt mit gelegentlichen defensiven Spitzenleistungen und gekrönt von herausragender mentaler Stärke.

Keine Frage, der SC RASTA Vechta wollte vor dem Viertelfinale um die Meisterschaft vor eigenem Publikum zeigen, dass er in der momentanen Verfassung kaum zu schlagen ist. Der Gegner für diese Serie steht allerdings aufgrund eines ungeklärten Protests der White Wings Hanau noch nicht fest.

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Travis Warech glänzte von der Bank kommend. Er traf seine ersten 3 Dreier & kam am Ende auf 16 Punkte, 4 Rebounds und 2 Steals.

Wie schon so oft brauchte der Vechtaer Motor ein wenig, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Die Mannen um Coach Andreas Wagner überließen dem Gast aus Hanau zunächst die Initiative, um aber noch vor Ende des 1. Viertels selbst offensiv Akzente zu setzen. Mit fixen neun Zählern in Serie ging es mit einem beruhigenden 25:16 in die erste Viertelpause. Phasenweise lief der Ball so schnell durch die Vechtaer Hände, dass den Hanauern nur die Zuschauerrolle blieb. Die White Wings hatten couragiert begonnen, sahen aber mit zunehmender Spielzeit dem Vechtaer Ballmovement hinterher. Die Folge waren viele offene Würfe, welche in dieser Partie hochprozentig durch die Reuse gingen.

Chase Griffin war wieder einmal Treffsicherste von außen und hatte dies bereits im Startviertel angedeutet. Im 2. Viertel begeisterte aber vor allem Travis Warech aus der Distanz. Der Vechtaer Allrounder griff sowohl defensiv einiges ab, als er auch Fastbreaks per Dreier aus vollem Lauf abschloss. Sehr sehenswert. Aber Hanau kam zurück, vorwiegend in Person von Forward Robin Christen, dessen drei Dreierwürfe in der ersten Halbzeit allesamt ihr Ziel fanden. Das 55:39 zum Pausentee ließ schon erahnen: Die Hausherren ziehen heute im Angriff alle Register und die Gäste müssen aufpassen, nicht unter die Räder zu kommen.

Man kann es bei diesem Endstand kaum glauben, aber die Rastaner verloren das 3. Viertel. Standhardinger und Co. gingen zwar zwischenzeitlich mit 20 Punkten in Führung, kassierten aber auch einen 0:7-Lauf der Gäste. Ihr talentierter Guard Till-Joshua Jönke verbreitete viel Druck auf den Korb und fand dort mit Johnson und Loucks dankbare Abnehmer. Vechtaer Ballverluste nutzte Hanau zu einfachen Punkten. Defensiv zog RASTA die Daumenschrauben an, griff sich mehr und mehr Rebounds und konnte mit einer 78:63-Führung in die finalen zehn Minuten starten.

Als die Fans im RASTA-Dome dann schon den 95sten Punkt ihrer Mannschaft bejubelten, hatten die Gäste den Stand nach dem 3. Viertel gerade einmal um zwei Punkte aufgestockt. Es waren noch viele Minuten zu spielen, aber Griffin (25 Punkte), Warech, Standhardinger (je 16), Gibson (9), Allen, Dunbar (je 8), Medlock, Lawson, Mackeldanz (je 7), Franke (4), Reid (3) und Obiango hatten nicht nur unter des Gegners Korb die Ausbeute gut unter sich aufgeteilt, sie hatten auch vor und unter dem eigenen Korb hart und effektiv gearbeitet. Paradebeispiel war ein ballrettender Hechtsprung von Kapitän Derrick Allen an der Seitenlinie, von den tobenden Fans frenetisch bejubelt.

RASTA Vechta war vor 3.140 Zuschauern im wieder einmal ausverkauften Wohnzimmer das heißere, das aggressivere und bessere Team. Verdient gewann der Spitzenreiter der Hauptrunde sein 19. Spiel in Serie und kann bei ganzen drei Niederlagen in 30 Partien sehr optimistisch in die nähere Zukunft schauen. Da ist im Prinzip auch egal, mit wem die Rastaner im Viertelfinale die Klingen kreuzen, die Favoritenrolle wird das Team um Coach Andreas Wagner nicht nur in dieser Runde inne haben. Bei einer solchen Dominanz in Angriff und Verteidigung und mit der Erfahrung vieler klarer und knapper Erfolge im Rücken, sollte RASTA Vechta noch weit kommen. Sehr weit



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