Siegesserie gerissen! Oldenburg verliert knappes Derby

Siegesserie gerissen! Oldenburg verliert knappes Derby

Quakenbrück – Am gestrigen Sonntagmittag standen für die EWE Baskets und die Artland Dragons der erste Härtetest der Saison an. Beide Teams hatten ihre ersten drei Partien zuvor souverän gewonnen. Den Mannschaften ging es nicht nur darum zu siegen. Viel mehr brachte ein Sieg auch ein Ausrufezeichen an das obere Tabellendrittel mit sich. In einem hart umkämpften Derby ackerten die Akteure vor allem am offensivem Brett. Zusammen griffen sich beide Mannschaften 34 Offensiv-Rebounds! Oldenburg hatte die Nase mit 20 dann doch ein Stück weiter vorn. Die Dragons dagegen bewiesen erneut ihr Können von der Dreierlinie und brachten hervorragende 41 % (11/27) im Korb unter. Doch obwohl Oldenburg an den offensiven Brettern dominierte, fanden die Dragons vor allem in der Defensive ein Rezept gegen die Rebound-Stärke der Donnervögel. Quakenbrück verbuchte 29 Defensiv-Rebounds. Bei Chubb und Co. waren es nur nur 18. Sowohl Tywain McKee als auch Anthony King erzielten 24 Punkte.

Die ersten vier Punkte erzielte Brandon Thomas (4:0), ehe Adam Chubb mit zwei erfolgreichen Würfen und einem Bonusfreiwurf nachzog (4:5). Ein bereits in der Anfangsphase zu erkennendes intensives Spiel gestaltete sich offen. Es machte den Eindruck, als wären beide Teams tonangebend gewesen, da jede Mannschaft mit neuen guten Aktionen auffiel. Zum Beispiel Lawrence Hill, der den ersten Dreier des Spiels zum 7:5 einnetzte. Oder Anthony King, der den Ball wenig später durch den Korb DUNKTE und den Gästen erstmals Angst bereitete. Kurz darauf punktete die #6 Quakenbrücks nämlich erneut – mit einem Tip-In, nachdem Oldenburg Thomas den Ball überließ. Mit einem weiteren Dreier von Hill führte Quakenbrück nach fünf Minuten mit 18:9. Ty McKee, der Pointguard von Oldenburg, fand das nicht so dolle und markierte die nächsten vier Punkte (18:13), ehe Julius Jenkins durch einen Dreier den entstandenen 12:2-Lauf der Dragons annullierte und zu einem eigenen 14:3-Lauf umwandelte. McKee traf zwischenzeitlich nach eigenem Rebound ein Dreier zum 18:23. Das erste Viertel ging mit 21:25 an die Donnervögel.

Auch im zweiten Viertel blieb das Derby ausgeglichen. Beide Teams arbeiteten an allen Ecken. Jeder versuchte zu rebounden, zu punkten oder sonst irgendwie seiner Mannschaft zu helfen. Dennis Horner, Power Forward aus dem Artland, wusste sich bei seinem Dreier mit Brett zu helfen und glich den Spielstand zum 29:29 aus. Mit einem starken ArtlandDragons_querAssist von Maurice Stuckey auf Robin Smeulders konterten die Donnervögel. Wiederum darauf, antworteten die Drachen mit einem Offensiv-Rebound von Chad Topper, der den Ball anschließend mit einem Lay-Up im Korb unterbrachte. Immer wieder wechselte die Führung. Erst durch ein technisches Foul von David Holston konnte sich Oldenburg wieder absetzen (33:38). Der “little Dragon” wütete nach einem Pfiff gegen sich. Adam Chubb erzielte in der Phase fünf Punkte in Folge. Drei davon waren Freiwürfe wegen des technischen Fouls. Doch auch die Drachen gaben nicht auf. Nach Punkten von King und Thomas versenkte der erneut stark verteidigende Bastian Doreth einen Dreier aus der linken Ecke und ließ seine Drachen wieder die Führung übernehmen (42:40). Wenig später rummste es unter dem Korb der Artländer. Chubb zog zum Korb und wurde von King mit einem starken Block abgeräumt, der Sekunden danach zwei Punkte durch einen Mid-Distance-Jumper erzielte (44:40). Nach einem Air-Ball von Lawrence Hill fing Thomas den Ball direkt unter dem Korb und ging kurz vor Schluss an die Freiwurflinie (49:42). Als nur noch wenige Sekunden zu spielen waren erhielt McKee den Ball, der nach vorne rannte und das runde Leder Richtung Korb schmiss. Die Sirene ertönte – SWOOSH! McKees Buzzer-Beater war erfolgreich. Die Halle zuckte zusammen und blieb einige Sekunden still (49:45).

Neues Viertel, altes Spiel. Nach wie vor schenkten sich die beiden Kontrahenten nichts, womit sie den Gegner nie davonziehen ließen. In einem Viertel, in dem die Dragons mehrere einfache Punkte zuließen, verteidigte Oldenburg gut. Trotzdem fand erst King mit zwei getroffenen Würfen über Adam Chubb und dann David Holston mit einem Dreier ein Mittel gegen die gut organisierte Defensive der Gäste (56:53). Nach Punkten von King, Thomas und Doreth punkteten auch Nemanja Aleksandrob, Julius Jenkins und Adam Chubb (64:64). Einem erfolgreichem Freiwurf von Andreas Seiferth ließ Horner erneut einen Dreier folgen (69:64). McKee verkürzte vor Ende mit einem von zwei Freiwürfen auf 69:65.

Mit dem letzten Viertel wussten die Burgmänner ihren Vorsprung zu verteidigen. Zwar war das Spiel zu jeder Sekunde eng. Doch Anthony King sollte am Ende der Man Of The Match werden. Als der Quakenbrücker bei einem Spielstand von 77:73 von der Bank zurück auf das Parkett kam, machte er da weiter, wo er kurz zuvor aufgehört hatte. Mit punkten und rebounden. Einem verlegtem Lay-Up von David Holsten setzte der Power Forward energisch nach und tippte den Ball Richtung Korb. Dieser blieb zwar erfolglos, dafür ging Anthony aber an die Linie, von der er seinen fünften und sechsten Freiwurf im Korb unterbrachte (6/6 Freiwürfe). Einen blitzsauber vorgetragenen Angriff der Dragons krönte der völlig freistehende David Holston wenig später mit einem Dreier (87:80). Chubb ließ daraufhin den Korb wackeln und hielt sein Team mit einem Dunk im Spiel. Sie kamen sogar noch auf zwei Punkte ran, da McKee bei einem Dreier gefoult wurde und alle drei Würfe von der Linie traf (87:85). Doch nach einem von zwei getroffenen Freiwürfen durch Lawrence Hill und einem Foul an Holston, der sich den Defensiv-Rebound sicherte, führte Quakenbrück 35 Sekunden vor Schluss mit 90:85. Am Ende verlor Oldenburg mit 92:85 in Quakenbrücks Drachenhöhle, obwohl Paulding, Jenkins und McKee nach Offensiv-Rebounds ihres Teams noch mal die Chance erhielten mit einem Dreier zu verkürzen. Anstatt, dass ein Wurf seinen Weg macht, wurde King gefoult, der auch seine letzten beiden Freiwürfe versenkte und somit von der Linie perfekt blieb (92:85).

 

In einem wie erwartet hartem Derby wuchs Anthony King mit 24 Punkten, acht von acht Freiwürfen und neun Rebounds über sich hinaus und hatte größten Anteil am Ausrufezeichen Richtung B…, B… und B…. Oldenburg dagegen verlor ihr erstes Spiel in dieser Saison am Ende unglücklich, da dieses Spiel zwei Sieger verdient gehabt hätte. Am Ende agierten die Quakenbrücker aber abgeklärter und wussten mit starker Defensive in der Crunch-Time den Sieg nach Hause zu schaukeln. McKee stach mit 24 Punkten bei Oldenburgern hervor. Adam Chubb, der beste Center der Liga in der aktuellen Saison, unterstrich mit 23 Punkten und sechs Rebounds seine gute Form. Chris Kramer und Rickey Paulding fanden dagegen nie ins Spiel und wussten lediglich in der Defensive zu überzeugen. Gegen Quakenbrück reicht das momentan nicht. David Holston kam neben Anthony King ebenfalls fast auf ein Doub-Double. Der Pointguard erzielte 15 Punkte und verteilte acht Assists.

 

Als nächstes reisen die Drachen am Sonntag nach Bonn. Tip-Off ist um 17 Uhr. Oldenburg empfängt am Samstagabend die Walter Tigers aus Tübingen. Tip-Off ist um 20.30 Uhr.



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