Tim Duncan vs. Dallas Mavericks 1:0

Tim Duncan vs. Dallas Mavericks 1:0

San Antonio – Kein einfaches Pflaster, diese Niederlage. Da reist Dirk Nowitzki mit seinen Mavericks in der ersten Runde der Playoffs zum Erzrivalen nach San Antonio, um sich nach schwachem ersten Viertel doch noch die Führung zur Halbzeit zu erarbeiten. 44:43 zugunsten der Wildpferde stand es nach 24 Minuten. Bis kurz vor Schluss konnten sich Dirk und Co. sogar einen 10-Punkte Vorsprung erarbeiten. Doch ein Totalausfall der Mavericks Offensive brachte den San Antonio Spurs den Sieg ein. Es war die 10. Niederlage in Folge gegen den Nachbarn aus der eigenen Heimat. Was war passiert?

Ein in der ersten Halbzeit nicht zu bremsender Tony Parker erzielte an diesem Abend 21 Punkte. Nicht genug, um Top-Scorer und schon gar nicht Man of the Match zu werden. Dafür hätte Parker nicht nur Punkten, sondern auch eine Verletzungspause einlegen und ein riesiges Comeback geben müssen. So wie es “Timmy” Tim Duncan tat. Abgesehen von seinen 27 Punkten (12/20 FG), feierte er nach einer Verletzungspause im Spiel sein Comeback, ringte die Mavericks im Alleingang nieder.

Mitte des dritten Viertels stieß der Power Forward mit Monta Ellis zusammen und musste bis ins vierte Viertel behandelt werden. 9 1/2 Minuten vor Schluss stand “The Big Fundamental” dann wieder auf dem Parkett. Während der Behandlung Duncans, witterten die Mavericks ihre Chance. Sie attackierten den Korb und ihre Würfe flogen durchs Ziel. Bis zur Verletzung des Power Forwards war es ein ausgeglichenes Spiel. Dallas rannte zwar dem ersten Viertel hinterher, welches mit 21:12 verloren wurde, fand aber wieder zurück ins Spiel. Zur Halbzeit hatten die Wildpferde das Spiel sogar gedreht und gingen mit einer 44:43-Führung zur Halbzeit in die Kabine. Doch mit der Auswechslung Tim Duncans, wirkten die Spurs geschockt. Würde der wichtigste Veteran für den Rest des Spiels, oder sogar für den Rest der Playoffs ausfallen? Es schien wie verhext. Plötzlich übernahmen die Mavericks die Rolle des Favoriten und konnten die Verletzungspause des “Big Man” nutzen. 7 1/2 Minuten vor Ende des Spiels führten sie im fremden Wohnzimmer mit 10 Punkten.

Doch es sollte die Nacht von Tim Duncan werden. Jenem Tim Duncan, der seit 1997 (1. Pick im Draft) für die San Antonio Spurs aufläuft und nie einen Gedanken an einen Wechsel verschwendet hatte. Alleine mit der Rückkehr aufs Spielfeld, verlieh er seinem Team die nötige Ruhe. Die Spurs passten den Ball durch die eigenen Reihen, erspielten sich freie Würfe und agierten in der Defensive wieder so stark, wie man es zuvor im ersten Viertel gesehen hatte.

Die Mavericks dagegen agierten plötzlich wie versteinert. Hatte sich Angst in den eigenen Reihen breitgemacht? Hatten die Schützlinge von Coach Rick Carlisle bereits mit dem Gedanken gespielt, Tim Duncan könne nicht mehr zurückkehren? Haben sie sich einfach zu früh über einen Sieg gefreut? Ähnliches muss es gewesen sein. Nichts erklärt sonst die schlechtesten 7 1/2 Minuten der Saison. Und das ausgerechnet im 4. Viertel gegen die Spurs in den Playoffs. Den Mavericks gelangen nach der Wiederkehr Duncans lediglich 4 Punkte. 12 Würfe in Folge wurden vergeben. Auch ein Dirk Nowitzki hatte sich von dem Drumherum beeinflussen lassen und konnte nur 11 Pünktchen beisteuern (4/14 FG). Der bis dahin hart umkämpfte Vorsprung war dahin. Devin Harris konnte zwei Minuten vor Schluss noch ein mal mit einem Lay-Up punkten, womit er am Ende Top-Scorer mit 19 Punkten in den Reihen der Mavericks war. Allerdings netzte der beflügelte Tim Duncan 4 seiner letzten 5 Würfe ein und entschied damit das Duell zugunsten der Spurs.

Fazit: Die Big-Three der San Antonio Spurs haben das Spiel doch noch für sich entschieden. Tim Duncan ist der Dreh und Angelpunkt der Partie. Sein Ausfall eröffnete den Dallas Mavericks einen Run, doch mit seiner Rückkehr kam der Erfolg zurück. Tony Parker legt vor allem im ersten Viertel ein starkes Spiel auf – Manu Ginobili (17 Punkte, 3/6 Dreier) half wo er kann.

 



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