Würzburg zeigt Vechta die Grenzen auf

Würzburg zeigt Vechta die Grenzen auf

Würzburg – Am vergangenen Samstag fand das Top-Spiel in der ProA statt. Die s.Oliver Baskets aus Würzburg empfingen den ebenfalls aus der Bundesliga abgestiegenen SC Rasta Vechta. Das Aufeinandertreffen stellte allerdings dar, dass sich nur eines der beiden Teams berechtigte Hoffnungen auf die Rückkehr ins Oberhaus macht.

Ein bis zur Halbzeit offenes und attraktives Spiel entwickelte sich in der weiteren Folge zu einem deutlichen Unterfangen. Nach dem ersten Viertel schien es noch ein Kampf auf Augenhöhe zu werden. 26:26 hieß es nach den ersten zehn Minuten, in denen vor allem Kevin Smit, Vincent Bailey und Chase Griffin zu punkten oder vorbereiten wussten. Bailey, der Top-Scorer der Rastas, verbuchte alleine in den zweiten fünf Minuten acht Punkte und fünf Rebounds. In der Starting-Five fand sich der Wiederkehrer Donald Lawson. Chase Griffin, nach einer auskurierten Blutvergiftung ebenfalls zurückgekehrt, konnte im ersten Spielabschnitt zwei Punkte und zwei Assists erzielen.

Zu Anfang des zweiten Viertels ließ Würzburg erstmals ihre Qualitäten aufblitzen. Nach zweieinhalb Minuten führten sie mit fünf, nach fünfeinhalb mit 13 Punkten (41:28). Erneut zeigte Vechta, dass sie Schwierigkeiten damit haben, in ernsten Situationen den Überblick zu behalten und geduldig und ruhig weiterzuspielen. Doch nach einer Auszeit von Stephen Arigbabu wachten die Rastas nach zwei geblockten Würfen von Oliver Mackeldanz wieder auf und fanden zurück ins Spiel. In den letzten drei Minuten konnten sie den Rückstand zur Halbzeit auf sieben Punkte verkürzen (45:38). Griffin erzielte sechs Punkte im zweiten Viertel.

Allerdings starteten die Gastgeber zielstrebiger in die zweite Halbzeit und starteten einen 10:2-Lauf, womit sie mit 15 Punkten nach vier Minuten führten (55:40). Vechta dagegen begann das Viertel mit drei Turnovern. Bereits in der ersten Hälfte gaben sie zehn Ballbesitze ab. Am Ende waren es 18 (!!!) – Würzburg dagegen schenkte Rasta im gesamten Spiel nur vier mal den Ball. Der Grund für die Niederlage ist also offensichtlich, nur die Frage: Wieso?, bleibt bislang unbeantwortet. Darauf folgend, wirkte Vechta Wortmarke_Block_sOB_1c_roteingeschüchtert und ließ sich von den lauter werdenden heimischen Fans immer mehr beeinflussen. Gegenwehr? – Fehlanzeige! Stattdessen ließen sie sich ein ums andere Mal ausspielen und mussten von Doug Spradley, Coach der s.Oliver Baskets, weitere Hiebe einstecken. Selbst Stephen Arigbabu bekam die Gewalt der Würzburger zu spüren. 90 Sekunden vor Viertelende erhielt der Rasta-Coach ein technisches Foul. Somit stand es nach 30 Minuten 69:53.

Im letzten Viertel zeigte Vechta dann leider die schlechteste Leistung im Spiel. Abgesehen von einem mit 18 Punkten verlorenem letzten Viertel (32:14), waren es die Körpersprachen einiger Rastas, die es überhaupt erst dazu kommen lassen haben. Am Ende gewinnt Würzburg das “Top-Spiel” verdient und deutlich mit 101:67. Von einem Lauf der Gastgeber zu Beginn der zweiten Halbzeit konnte sich die Arigbabu-Truppe nicht mehr erholen. Würzburg überzeugte vor allem mit hervorragendem Teamplay. Die Folge? Sieben Spieler punkteten zweistellig. Bester Scorer von Coach Spradley war Jason Richard Dourisseau mit 17 Zählern. Darren Fenn, die Bundesliga-Legende, erzielte zwölf Punkte und griff sieben Rebounds bei einer Trefferquote von 63 %. Auf Seiten der Rastas stach wieder mal Vincent Bailey heraus. Er verbuchte nicht nur 20 Punkte, sondern griff auch 11 Rebounds – sein erstes Double-Double diese Saison. Chase Griffin kam bei seinem Comeback auf 15 Punkte, vier Assists und vier Rebounds. Ahamd Smith enttäuschte. In 23 Minuten konnte er lediglich durch drei Fouls und einen Turnover auffallen.

Am kommenden Samstag um 20 Uhr, trifft der SC Rasta Vechta auf die noch ungeschlagenen ETB Wohnbau Baskets. Bahnt sich der nächste herbe Dämpfer an? Oder kann Vechta die Niederlage besänftigen?



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